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Schumacher würde für Rosberg fahren

10. März 2010 - 13:48 Uhr

Michael Schumacher hat darin keine Erfahrung, würde sich aber unter Umständen auch mit der Rolle als Nummer zwei im Team abfinden

Nico Rosberg und Michael Schumacher
Michael Schumacher und Nico Rosberg kommen gut miteinander aus
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Comeback-Superstar Michael Schumacher geht mit dem Anspruch in die Saison 2010, Weltmeister zu werden, doch sollte es nicht klappen, dann hätte er auch kein Problem damit, sich teamintern in den Dienst seines Stallkollegen Nico Rosberg zu stellen. Mit dieser Aussage will der Mercedes-Routinier wohl unterstreichen, dass er sich nicht als unumstrittene Nummer eins sieht.

"Ich glaube, Mercedes hat das doch sehr fair und vernünftig umgesetzt. Schon bei den Wintertestfahrten hat man definitiv darauf geachtet, dass eine Gleichbehandlung stattfindet", erklärt Schumacher in einem auszugsweise vorab veröffentlichten 'RTL'-Interview und betont: "Das war in der Vergangenheit auch nie anders, um ehrlich zu sein. Es ist natürlich dann die eigene Leistung, die einen vielleicht in eine bessere Position stellt."

Diese Gleichbehandlung zum jetzigen Zeitpunkt schließe aber nicht aus, dass zu einem späteren Zeitpunkt in der Saison, wenn nur noch ein Fahrer WM-Chancen hat, eine andere Teamtaktik umgesetzt wird: "Daran sind wir natürlich beide interessiert, sowohl Nico als auch ich, uns dem Team gegenüber in die bessere Position zu bringen. Denn irgendwann wird eine Entscheidung getroffen, wer um die Meisterschaft kämpfen kann oder auch nicht", räumt Schumacher ein.

Vermutlich geht der Kerpener mit dem inneren Selbstverständnis in die Saison, dass er derjenige sein wird, auf den sich früher oder später alles konzentrieren wird, weil er bisher noch in jedem Team die Nummer eins war. Dass es noch nie jemand geschafft hat, ihn in den Schatten zu stellen und zur Nummer zwei zu degradieren, gibt er logischerweise offen zu: "Ich bin mit der Situation nie konfrontiert worden. Das kann natürlich immer das erste Mal sein, keine Frage."

"Wenn ich mir so die Testfahrten anschaue, dann, finde ich, ist es sehr ausgeglichen", analysiert Schumacher. "Aber Testfahrten sind Testfahrten und eine Rennveranstaltung ist noch mal eine andere Situation. Da müssen wir mal abwarten, aber ich habe in der Vergangenheit auch schon für meinen Teamkollegen die Arbeit getan, wenn ich mich an 1999 erinnere. Also, ich habe kein Problem damit, wenn der Teamkollege in der besseren Position ist, ihm dann zu helfen."

Zwischenmenschlich scheint das Verhältnis zum um 17 Jahre jüngeren Landsmann jedenfalls zu passen: "Die Beziehung ist überraschend positiv - überraschend, weil wir uns ja nicht wirklich kannten bis auf wenige Ausnahmen. Die Formel 1 ist ja bekannt dafür, dass das vielleicht nicht immer ganz so einfach ist mit den Fahrern untereinander. Aber das hat sich von Anfang an sehr positiv dargestellt, sehr konstruktiv. Es macht Spaß!"

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