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Irvine rät Schumacher: Keine Tricks!

12. März 2010 - 20:57 Uhr

Der ehemalige Formel-1-Pilot Eddie Irvine hält Michael Schumacher noch immer für einen schnellen Fahrer, rät "Schumi" aber von gewissen "Tricks" ab

Eddie Irvine
Eddie Irvine ist nach wie vor von den Fähigkeiten von "Schumi" überzeugt
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Erstmals seit 2006 nimmt Michael Schumacher an diesem Wochenende wieder an einem Formel-1-Grand-Prix teil - und Fans und Experten gleichermaßen fragen sich vorab, was der 41-Jährige noch zu leisten imstande ist. Einiges, vermutet Eddie Irvine. Der langjährige Teamkollege des siebenmaligen Champions ist davon überzeugt, dass "Schumi" während der Pause rein gar nichts verlernt hat.

"Michael ist überaus talentiert. Er wurde dazu geboren, Rennfahrer zu sein", sagt Irvine gegenüber der 'BBC'. "Seit seinem vierten Lebensjahr ist er Rennen gefahren - und das ziemlich gut. Das Problem ist halt: Dieser Junge ist so verdammt schnell. Er setzt sich ins Auto und bringt Rundenzeiten zustande, die niemand anders hinlegen kann", gibt der frühere Rennfahrer vor dem Saisonstart zu Protokoll.

"Michael hat einfach eine unglaubliche Fähigkeit dafür, Rennwagen zu fahren. Er arbeitet aber auch sehr hart", meint Irvine und verweist auf eine Anekdote aus dem Jahr 1999: "Ich kann mich noch daran erinnern, wie er nach seinem Beinbruch ins Auto zurückkehrte. Er hatte zwei Monate lang kein Formel-1-Auto bewegt, setzte sich ohne bestimmtes Setup ins Fahrzeug - und bumm!"

"In Runde zwei war er vollkommen bei der Musik, in Runde vier war er schneller als alle anderen", so Irvine rückblickend. Aber kann "Schumi" mit all seinen Fähigkeiten auch gegen die "junge Generation" bestehen? Irvine ist skeptisch: "Ich denke, er kann die jungen Fahrer nicht so sehr unter Druck setzen, wie er das früher mit einigen anderen Piloten gemacht hat. Das wird ihm schwer fallen, vermute ich."

"Es wäre jedenfalls nicht klug, wenn er einige seiner alten Taktiken wieder auspacken würde. Schlicht und ergreifend deswegen, weil er der Ältere ist und deutlich mehr zu verlieren hat", hält der frühere Jaguar-Fahrer fest und fügt abschließend hinzu: "Es wäre besser für ihn, eine weiße Weste zu bewahren und darauf zu warten, dass das Auto besser wird, sodass er Rennen gewinnen kann."

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