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Glock setzt auf hohes Entwicklungstempo

01. März 2010 - 11:48 Uhr

Virgin-Pilot Timo Glock setzt große Hoffnungen in den CFD-Ansatz seines Teams: Große Fortschritte durch schnelle Entwicklung

Timo Glock
Auf Rückschläge gefasst: Timo Glock erwartet einen harten Weg für Virgin
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Beim neuen Virgin-Team lief es in der kurzen Testphase vor dem Saisonstart selten rund. Immer wieder wurde die Mannschaft um Technikchef Nick Wirth von Problemen mit der Hydraulik eingebremst. Diese Sorgen sollen spätestens in Bahrain komplett der Vergangenheit angehören. Aber es gab auch andere Stolpersteine. In Jerez flog plötzlich am Fahrzeug von Timo Glock der Frontflügel davon.

"Das war ein kleiner Schock, aber wir haben es schnell analysiert und die passende Antwort gefunden", sagt der Odenwälder im Interview mit 'formula1.com'. Sein Vertrauen in das Fahrzeug sei durch den Vorfall allerdings nicht gemindert. "Es hatte in keinster Weise etwas damit zu tun, dass dieses Auto rein per CFD entstanden ist. Aber es war schon eine herbe Überraschung. Ich hatte keinen Kontakt mit Randsteinen oder dergleichen."

"Wenn man Pionierarbeit leisten will, muss man manchmal auf Rückschläge gefasst sein", sagt der Deutsche in Bezug auf die anfänglichen Probleme mit dem ersten Auto der neuen Mannschaft. "In Jerez hatten wir Probleme, aber in Barcelona sah es vielversprechend aus - auch wenn wir derzeit noch rund fünf Sekunden zurückliegen." Der Virgin-Cosworth VR-01 soll bereits zum ersten Rennen in Bahrain ein umfangreiches Update bekommen.

Virgin verzichtet komplett auf Windkanalversuche, setzt voll auf die Entwicklung am Computer. "Ich möchte zuerst sehen, inwieweit es uns CFD erlaubt, größere Schritte nach vorn zu machen", sagt Glock, der von Computational Fluid Dynamics (CFD) ebenso begeistert ist wie Geldgeber Richard Branson. Man müsse zunächst die ersten Evolutionsschritte abwarten: "Erst dann werde ich die Situation besser einschätzen können."

Mindestens drei oder vier Monate wird es laut Glock dauern, bis man einschätzen könne, ob und wann Virgin der Schritt in Richtung Mittelfeld gelingen kann. "Ich sehe es realistisch und bin darauf vorbereitet, dass der Samstagnachmittag in Bahrain nicht allzu lang wird für mich. Da bin ich ziemlich sicher. Wir werden hinterherfahren, aber etwas anderes habe ich auch nicht erwartet, als ich unterschrieben habe. Da muss ich eben durch."

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