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Formel-1-Saison 2010: Das ist neu

07. März 2010 - 10:40 Uhr

Die wichtigsten Neuerungen und Veränderungen in der Formel-1-Saison 2010 im Überblick: Fahrer, Führung, Teams, Regeln und Strecke

Boxenampel
Es geht los: In einer Woche gibt es grünes Licht für die Formel-1-Saison 2010
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com/SID) - Ein neuer Chef, drei neue Teams, neue Fahrer wie Nico Hülkenberg und Bruno Senna, eine neue Strecke in Südkorea und ein verändertes Punktesystem - doch alle Neuerungen für die Formel-1-Saison 2010 werden überstrahlt von der Rückkehr eines alten Bekannten: Rekordweltmeister Michael Schumacher. Unter der Führung seines Freundes und ehemaligen Chefs Jean Todt, der in seine erste Saison als Präsident der FIA geht, wird sich Schumacher auf einige Neuigkeiten einstellen müssen.

Neue Fahrer: Ein neuer Schützling von Willi Weber und ein großer Name werden unter anderem 2010 das Fahrerfeld bereichern. GP2-Champion Nico Hülkenberg aus Emmerich steigt bei Williams vom Test- zum Stammpiloten auf und übernimmt das Auto von Nico Rosberg, der im Mercedes-Werksteam zusammen mit Michael Schumacher die deutsche Formel-1-Nationalmannschaft bildet. Beim spanischen Hispania-Team steigt der Brasilianer Bruno Senna, Neffe des 1994 tödlich verunglückten dreimaligen Weltmeisters Ayrton Senna, in die Königsklasse ein.

Neue Teams: Drei Neulinge auf einen Schlag bedeuten eine Erweiterung des Starterfeldes auf 12 Teams, alle Einsteiger werden von Rückkehrer Cosworth mit Motoren versorgt. Eigentlich sollten es sogar vier Debütanten sein, doch das US F1-Team aus Amerika zog seine Meldung anderthalb Wochen vor dem Saisonauftakt wegen großer finanzieller Probleme zurück.

Jean Todt
Für Jean Todt beginnt die erste Saison als Präsident der FIA
© xpb.cc

HRT aus Spanien, damals noch unter dem Namen Campos, Virgin aus England (damals noch Manor) und US F1 wurden bereits im Sommer 2009 vom Automobil-Weltverband FIA aus zahlreichen Bewerbern ausgewählt. Im September folgte der Zuschlag für das aus Malaysia finanzierte neue Lotus-Team, das den Platz vom BMW Sauber F1 Team erhielt. Nach dem Rückkauf des Teams durch den Schweizer Peter Sauber rückte die Mannschaft aus Hinwil nach dem Ausstieg von Toyota wieder ins Starterfeld.

Neue Führung: Nach 16 Jahren unter der Führung des oft umstrittenen Max Mosley steht die erste Saison unter der Regie von Jean Todt an. Der frühere Ferrari-Teamchef aus Frankreich hatte sich bei der Wahl zum FIA-Präsidenten im Oktober gegen den früheren Rallye-Weltmeister Ari Vatanen aus Finnland durchgesetzt.

Neue Regeln: Nach der tiefgreifenden Änderung vor allem der Aerodynamik-Regeln im vorigen Winter gibt es für 2010 weniger Neuigkeiten. Die wichtigste ist wohl das Verbot des Nachtankens während der Rennen. Die Autos erhalten daher größere Tanks, die Teams haben weniger Möglichkeiten in ihrer Rennstrategie. Wichtig wird vor allem, welche Motoren am wenigsten Benzin verbrauchen. Zudem werden die Vorderreifen schmaler.

Neues Punktesystem: Auch das Punktesystem wurde geändert: WM-Zähler greifen ab sofort die besten zehn Piloten eines Grand Prix ab - der neue Punkteschlüssel lautet 25-18-15-12-10-8-6-4-2-1. Dieses Schema wird sowohl bei der Fahrerwertung als auch bei der Herstellerwertung angewendet.

Neues in der Qualifikation: Eine weitere Änderung betrifft die Qualifikation: Um den schnellsten Fahrern ein kleines Handicap mit auf den Weg zu geben und in der Startphase für eine gute Show zu sorgen, müssen die Top 10 aus dem Zeittraining mit den Reifen ins Rennen gehen, die bei der jeweils schnellsten Runde zum Einsatz gekommen sind. Dies wurde beschlossen, "um ein weiteres strategisches Element" zu haben, so die FIA.

Neue Strecke: Nach Abu Dhabi 2009 steht in Südkorea 2010 die nächste Premiere eines Rennens auf dem Programm. Die Rennstrecke wird wie in Abu Dhabi oder zuvor auch in Malaysia, China, Bahrain oder der Türkei vom Aachener Architekten Hermann Tilke entworfen. Der erste Große Preis von Südkorea steigt als drittletztes der insgesamt 19 Saisonrennen am 17. Oktober.

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