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Fernandes: "Eine regelrechte Feuertaufe für uns"

12. März 2010 - 19:17 Uhr

Lotus-Teamchef Tony Fernandes ist stolz darauf, sein Team nach Bahrain gebracht zu haben und hält alle weitere Errungenschaften für einen Bonus

Heikki Kovalainen
Der Traum ist wahr geworden: Tony Fernandes und Lotus fahren in Bahrain
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Vor gerade einmal einem halben Jahr erhielt Lotus den Zuschlag auf den letzten noch freien Formel-1-Startplatz, pünktlich zum Saisonauftakt in der arabischen Wüste hatte der malaysische Rennstall zwei Fahrzeuge in der Boxengasse. Das stimmt Teamchef und Initiator Tony Fernandes überaus zufrieden, schließlich sind die anderen Neueinsteiger in den vergangenen Wochen ins Straucheln geraten.

Anders Lotus: Das neue Team sieht im Großen Preis von Bahrain in erster Linie die Fortführung der bisherigen Formel-1-Testfahrten, bei denen sich die Mannschaft von Fernandes - in Anbetracht der Umstände - recht ordentlich verkauft hatte. "Bahrain ist eine regelrechte Feuertaufe für uns, denn es ist sehr heiß, trocken und überaus staubig", sagt Fernandes. "Das wird ein hartes Rennen."

"Aber irgendwo muss man ja schließlich anfangen. Wir hoffen einfach darauf, die Zielflagge zu sehen", so der malaysische Geschäftsmann. "Das Großartige ist doch, dass alles passieren kann. Alles, was über die bloße Zielankunft hinausgeht, wird ein Bonus sein - egal, ob wir nun Letzter, Vorletzter oder Drittletzter werden. Wichtig ist, dass wir dabei sind", gibt Fernandes beim Saisonstart zu Protokoll.

"Ich denke, wir dürfen schon jetzt sehr stolz auf unsere Leistung sein, wenn es selbst den US-Amerikanern (US F1; Anm. d. Red.) nicht gelungen ist, es in die Startaufstellung zu schaffen - obwohl diese Jungs sogar noch drei Monate länger Zeit hatten als wir", meint Fernandes und verweist auf die Rivalen, welche ihre Formel-1-Träume nach vielen Monaten nun doch begraben mussten.

Lotus will seine Position festigen

Technikchef Mike Gascoyne sieht das ähnlich, wie er bei 'Formula1.com' bestätigt: "Man ist natürlich schon etwas stolz darauf, was das Team geleistet hat. Man vergleicht sich immer mit seinen nächsten Nachbarn - und das sind in unserem Fall logischerweise die anderen neuen Teams", sagt der britische Techniker. Im Vergleich zu HRT und Virgin hatte Lotus am Freitag jedenfalls die Nase klar vorne.

Und das soll laut Gascoyne auch so bleiben: "Wir wollen als bester Neuling beginnen und diese Position zementieren, sobald unser komplettes Entwicklungsprogramm in die Gänge kommt. Das wird ab Barcelona der Fall sein", kündigt der Technische Direktor des neuen Formel-1-Rennstalls an. Ganz ohne Sorgen ist aber auch das Lotus-Team nicht: "Es gibt noch einige Baustellen", sagt Fernandes.

"Das nehmen wir aber in Kauf und genießen den Augenblick. Andere Teams hatten große Probleme, doch wir haben es geschafft. Das ist ein stolzer Tag für Malaysia", so der versierte Unternehmer, dessen Rennprojekt selbst einem Formel-1-Haudegen wie Gascoyne die Tränen in die Augen trieb, als das Auto erstmals fuhr: "Das haben mir wohl die vielen Abgase beschert", witzelt der Brite.

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