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Ecclestone und die "starke Marke"

11. März 2010 - 20:32 Uhr

Bernie Ecclestone und die weitere Entwicklung "seiner" Formel 1: Mehr Rennen, weniger Kosten und ein deutscher Weltmeister

Bernie Ecclestone (Formel-1-Chef)
Bernie Ecclestone hat sich für die kommenden Jahre viel vorgenommen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Bernie Ecclestone ist bestens zufrieden - trotz Scheidung, trotz Querelen um neue Teams, trotz Wirtschaftskrise. Die gute Laune des Formel-1-Chefs hat mehrere Gründe. Erstens darf sich der Brite aufgrund des Schumacher-Comebacks die Hände reiben, denn die Rückkehr des Rekordchampions beschert der Formel 1 weltweit erhöhte Aufmerksamkeit. Zweitens präsentiert sich die Königsklasse trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten auf einem mittlerweile wieder gesunden Kurs.

Wenn am kommenden Sonntag der erste Grand Prix des Jahres startet, werden mehr Autos auf die gut 300 Kilometer lange Reise gehen als in den Jahren zuvor. Mit Virgin, Lotus und HRT haben es wenigstens drei neue Teams geschafft. "Das beweist, dass die Formel 1 eine starke Marke ist. Die Menschen sehen, dass es sich rechnet und die Sponsoren bekommen weltweite Präsenz", erklärt Ecclestone gegenüber 'formula1.com'. Die Königsklasse könne allen Beteiligten Erfolg versprechen - kommerziell, nicht sportlich.

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Die Fans und Fachleute rechnen mit einer hoch spannenden Saison. Vier Topteams haben je zwei Topstars an Bord. "Der Return of Investment wird in diesem Jahr also noch größer sein", sagt Ecclestone stolz. Aber auch der Brite kann nicht über Probleme hinwegsehen, die sich gerade im Zuge der Eingliederung neuer Rennställe darstellten. HRT schaffte es auf den letzten Drücker, aus dem anfangs viel umjubelten amerikanischen Team US F1 wurde nichts.

"Sie haben immer wieder gesagt, alles sei gut. Man kann sie dann nicht einfach rausschmeißen, weil man ihnen vielleicht nicht glaubt", erklärt Ecclestone die lange Zitterpartie um US F1. "Ich habe gesagt, sie schaffen es nicht. Ich wurde dafür kritisiert, aber es war die Wahrheit. Leider konnte man Stefan nicht so kurzfristig nachrücken lassen." Aus Sicht des Formel-1-Chefs besteht kein Zweifel daran, dass sich HRT, Virgin und Lotus etablieren werden.

Ecclestone will den Zirkus - trotz seines hohen Alters - auch in Zukunft Schritt für Schritt weiter voranbringen. Mit Südkorea kommt 2010 ein neues Land auf die Formel-1-Weltkarte, Indien folgt 2011. "Und ich bin sicher, dass wir in Russland weiterkommen", so der Brite zuversichtlich. "Es gibt auch ein oder zwei andere Orte, die interessant wären." Rom soll 2013 im Kalender sein. Was fehlt, ist ein Rennen in Afrika. "Vor Jahren waren wir fast soweit", sagt Ecclestone. "Aber in Südafrika haben sie jetzt genug mit der Fußball-WM zu tun."

Für die Zukunft hat der 79-Jährige noch eine Vielzahl von Wünschen. Unter anderem soll Sebastian Vettel in diesem Jahr Weltmeister werden. "Der ist einfach an der Reihe", so Ecclestone. Außerdem möchte er den Erfolg der Kostensenkungsmaßnahmen sehen. "Es wird endlich nicht mehr mit Geld um sich geworfen. Die Hersteller haben lange Zeit das Geld nicht ausgegeben, sondern regelrecht aus dem Fenster geworfen. Damit ist nun Schluss. Ich würde es gern sehen, wenn BMW und Toyota zurückkämen."

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