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Die Renault-Reservisten: "Es war beeindruckend"

19. März 2010 - 15:57 Uhr

Jérôme D'Ambrosio und Jan Charouz berichten im Interview von ihren ersten Kilometern im Renault: Schlecht geschlafen, gut gefahren

Die Renault-Junioren durften in Silverstone kräftig Formel-1-Gas geben
© Renault

(Motorsport-Total.com) - Die beiden Renault-Junioren Jérôme D'Ambrosio und Jan Charouz haben am Donnerstag ihre Feuertaufe in Silverstone bestanden. Die beiden Nachwuchspiloten durften auf der britischen Rennstrecke je 50 Kilometer im Renault R29 aus dem Vorjahr fahren. Die Fahrten fanden als Shakedown der Boliden für künftige Einsätze bei Showevents statt. Im Anschluss an den Test berichteten D'Ambrosio und Charouz von ihren Erlebnissen.

Frage: "Wie hat es sich hinter dem Steuer eines Formel-1-Boliden angefühlt?"
Jérôme D'Ambrosio: "Das war das beste Gefühl überhaupt. Seit ich zum ersten Mal einen Formel-1-Wagen gesehen hatte, wollte ich solch ein Gerät fahren. Als ich aus der Garage rollte, war das ein geanz besonderes Gefühl. Dadurch, dass es in einem Renault war, fühlte es sich noch besser an. Renault hat in meiner bisherigen Karriere eine wichtige Rolle gespielt."

Jan Charouz: "In der Nacht vor vor diesem Shakedown war ich schon etwas nervös. Von diesem Moment habe ich geträumt, seit ich mit sieben Jahren im Motorsport begonnen habe. Aber sobald ich im Auto saß war die Nervosität verflogen. Ich habe den Moment einfach genossen und das Beste daraus gemacht."

Frage: "Hat die Leistung des Boliden eure Erwartungen erfüllt?"
D'Ambrosio: "Meine Erwartungen wurden mehr als erfüllt. Ich wusste, dass es beeindruckend sein würde. Aber als ich aus dem Auto stieg, konnte ich meine Emotionen gar nicht in Worte fassen. Ich hatte unter dem Helm ein breites Grinsen im Gesicht. Es war einfach unglaublich viel Spaß, den ich niemals vergessen werde. Schade, dass wir nur jweils 50 Kilometer fahren konnten. Aber jetzt habe ich wenigstens ein erstes Gefühl für ein Formel-1-Auto und ich weiß, dass ich mehr davon will."

Charouz: "Die Leistung des Autos war viel stärker als ich erwartet hatte. Ich habe es in den ersten zehn Runden sehr vorsichtig angehen lassen, mich danach konstant immer weiter gesteigert, als ich mich wohler fühlte. Der R29 ist beeindruckend, man kann es mit nichts vergleichen. Ein Formel-1-Auto ist eben ein Formel-1-Auto."

Frage: "Was hat euch am R29 am meisten beeindruckt?"
D'Ambrosio: "Es ist in jeder Beziehung das beste Auto. Es gibt mehr Leistung, bessere Bremsen und es hat eben mehr Abtrieb als alles, was ich bisher fahren durfte. Alles an diesem Auto ist bis in letzte Details perfekt. Es war eine Ehre, dies mal ausprobieren zu dürfen."

Charouz: "Mich hat die Beschleunigung am meisten beeindruckt. Die Performance der Bremsen erschien mir nicht so deutlich größer zu sein. Aber der Schub gepaart mit dem Grip der Reifen war schon beeindruckend. In der letzten Kurve konnte ich Vollgas geben, mit meinem Auto aus der Renault-World-Series kannst du hier mal gerade mit Halbgas ans Werk gehen. Ein GP2-Auto ist natürlich noch näher an der Formel 1, aber doch noch meilenweit davon entfernt."

Frage: "Wie war die Arbeit mit dem Team?"
D'Ambrosio: "Die Jungs bei Renault sind toll. Man spürt eine große Leidenschaft für Motorsport und es war toll, daran teilhaben zu dürfen. Alle waren sehr hilfsbereit und haben all meine Fragen zur Formel 1 sehr gern beatwortet, damit ich etwas lernen konnte."

Charouz: "Ich lerne die Mannschaft immer weiter kennen, muss mir aber noch so einige Namen merken. Ich fühle mich dennoch bereits als Teil der Mannschaft. Es ist eine tolle Gruppe und ich freue mich schon darauf, im Verlauf des Jahres häufiger mit ihnen zu arbeiten."

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