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Charouz: "Ein Fahrzeug von einer anderen Welt"

19. März 2010 - 11:59 Uhr

Renault-Nachwuchspilot Jan Charouz durfte in Silverstone einen R29-Demowagen testen und gibt sich begeistert: "Eine erstaunliche Erfahrung"

Jan Charouz
Jan Charouz durfte in Silverstone einen Renault R29 von 2009 ausprobieren
© Andrew Ferraro/LAT

(Motorsport-Total.com) - Schnupperkurs in Silverstone: Der tschechische Rennfahrer Jan Charouz durfte am Donnerstag seine ersten Runden in einem Formel-1-Auto drehen. Der 24-Jährige hatte im vergangenen Jahr die Le-Mans-Series (LMS) für sich entschieden und wurde daraufhin in den Nachwuchskader von Renault aufgenommen. Nun erhielt Charouz endlich seine Chance, sich im Formel-1-Fahrzeug zu beweisen.

Der Tscheche nahm im britischen Silverstone einen Shakedown am R29-Vorjahresauto vor, das in diesem Jahr zu verschiedenen Demofahrten eingesetzt wird. Aufgrund der Umbaumaßnahmen am Grand-Prix-Kurs, konnte Charouz zwar nur die Kurzanbindung benutzen, war aber dennoch hin und weg von seinem Formel-1-Einstand: "Das war eine erstaunliche Erfahrung", sagt Charouz.

"Insgesamt durfte ich 20 Runden absolvieren. In den ersten zehn Umläufen gewöhnte ich mich an den neuen Fahrstil, in den folgenden fünf Runden wurde ich immer zuversichtlicher. In den fünf Schlussrunden fühlte ich mich schließlich sehr wohl im Auto", berichtet der Youngster. "Vor Beginn des Shakedowns war ich überhaupt nicht nervös, doch dann erhielt ich diverse Telefonanrufe.

Man habe ihm gratuliert und ihn nach seinen bevorstehenden Testaktivitäten gefragt, so Charouz. Danach war die innere Ruhe weg: "Um ehrlich zu sein: Plötzlich wurde ich doch nervös. Als ich aber schließlich im Cockpit saß, wurde ich sofort wieder ruhig und konzentrierte mich auf das Fahren", sagt der tschechische Rennfahrer, für den das Formel-1-Fahrzeug eine besondere Autokategorie darstellt.

"Wenn ich den R29 mit anderen Formelautos vergleiche, die ich bereits pilotiert habe, dann ist der GP2-Rennwagen am ähnlichsten. Aber eigentlich kann man einen Formel 1 mit nichts vergleichen", findet Renault-Fahrer Charouz. "Ein Formel-1-Auto ist deutlich schneller, verlangt bessere Reaktionen und bescherte dir größere Fliehkräfte. Das ist ein Fahrzeug von einer anderen Welt", so der Youngster.

Teamchef Eric Boullier war zufrieden mit dem Einstand Charouz': "Für jeden Fahrer ist die Chance, erstmals einen Formel-1-Boliden zu pilotieren, ein Meilenstein in seiner Karriere. Nun hat Jan seine Chance bekommen. Seine Einstellung und sein Feedback waren klasse. Er drehte 20 Runden und konnte ein gutes Gefühl für das Auto entwickeln. Diese Kilometer werden ihn inspirieren", so Boullier.

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