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Berger von Schumacher nicht enttäuscht

14. März 2010 - 23:06 Uhr

Ex-Formel-1-Pilot Gerhard Berger bewertet Michael Schumachers Comeback positiv, sein absoluter WM-Favorit ist nun aber Sebastian Vettel

Gerhard Berger
Gerhard Berger ist von Michael Schumachers Leistung nicht enttäuscht
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com/Sky) - Mit einer fehlerfreien und soliden Leistung hat sich Michael Schumacher an diesem Wochenende in Bahrain nach dreijähriger Abstinenz in der Formel 1 zurückgemeldet, doch die außergewöhnlichen Genieblitze, die viele im Vorfeld vom siebenfachen Weltmeister erhofft hatten, traten nicht ein. Auch im teaminternen Duell mit Nico Rosberg musste sich Schumacher geschlagen geben.

Rosberg war in allen Freien Trainings und in allen Qualifyings schneller als sein Mercedes-Stallgefährte, hatte diesen auch im Rennen im Griff und musste sich nur im Vergleich der schnellsten Rennrunde um 32 Tausendstelsekunden geschlagen geben. Aber die meisten Experten sind sich einig, dass sich Schumacher respektabel geschlagen hat: "Siebter im Qualifying, Sechster im Rennen - das war ein guter Auftakt. Mehr konnte man nicht erwarten", meint zum Beispiel Gerhard Berger.

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"Schlecht erwischt würde ich dazu nicht sagen. Es war sein erstes Rennen nach drei Jahren, da hat er einmal seine Sensoren entrostet. Er ist dabei, sich wieder auf Speed zu bringen", so der ehemalige Formel-1-Pilot. "Dass er mit Nico Rosberg einen harten Gegner im Team hat, ist klar, denn Nico ist ohne Frage ein zukünftiger Weltmeister. Nico hat das Potenzial, ganz vorne zu sein, daher wird es für Michael immer schwierig sein, ihn unter Kontrolle zu halten, aber er wird das schaffen."

"Wir kennen ihn ja: Er sitzt bestimmt schon irgendwo in einer Ecke und denkt nach, wo er die restliche Zeit finden kann. Und man muss auch sagen: Er war am Ende drei Sekunden hinten - das hätte auch andersrum ausgehen können. Ich finde, die waren auf diesem Wochenende annähernd auf dem gleichen Niveau. Nico hatte ganz leicht die Nase vorne, aber das wird auch mal anders kommen. Ich finde, Michael hatte einen guten Einstand", lobt Berger.

Mann des Tages war für ihn aber Sebastian Vettel, der Toro Rosso in Monza 2008, als Berger noch 50-Prozent-Eigentümer von Red Bulls B-Team war, den ersten Sieg beschert hat. Der Deutsche führte bis zum Eintreten eines technischen Defekts (Zündkerze) recht souverän und hätte das Rennen wohl gewonnen. So musste sich Vettel mit Platz vier begnügen. Dennoch ist der Red-Bull-Pilot für Berger nun der erklärte WM-Favorit.

Überrascht hat Berger der heutige Ausgang nicht: "Man hat nach den Testfahrten gewusst, dass das Auto von der Performance her extrem stark ist, aber noch ein Standfestigkeitsproblem hat. Es war nicht ganz unerwartet, dass da etwas dazwischengekommen ist", analysiert er und fügt an: "Trotzdem hat Sebastian wichtige Punkte mitgenommen - und für mich hat er dieses Wochenende gezeigt, dass er Topfavorit ist."

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