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Wirth: "In Bahrain kommt ein großer Schritt"

27. Februar 2010 - 13:49 Uhr

Virgin-Designer Nick Wirth sieht sich auf dem teilweise umstrittenen CFD-Weg bestätigt: "Alle Werte sind wie vorhergesagt"

Nick Wirth
Nick Wirth verspricht eine deutliche Virgin-Steigerung für Bahrain
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - In der Formel 1 wird Nick Wirth von einigen Seiten belächelt. Der Brite, der bei der Entwicklung des Virgin-Cosworth VR-01 ausschließlich auf Computational Fluid Dynamics (CFD) setzt, beschreitet seinen Weg allerdings unbeirrt fort. "Ich habe keinen Zweifel, dass wir das beste der neuen Teams sein werden", so Wirth am Rande der Testfahrten in Barcelona. "Wir haben sicherlich mit unserem Auto eine starke Basis." Trotz nur weniger Testrunden habe Virgin das Potenzial bereits aufzeigen können.

"Für Bahrain haben wir einen großen Schritt", so Wirth, der alle Teile des VR-01 am Computer entwickelt und so viel Zeit spart. "Wir wollten das Paket ursprünglich schon in Barcelona testen, doch in Jerez haben uns Hydraulikprobleme erheblich zurückgeworfen. Diese Sorgen mussten wir erst einmal loswerden. In Bahrain werden wir nun aber einen deutlichen Fortschritt sehen. Dann geht es mit dem normalen Entwicklungstempo weiter durch die Saison."

Der VR-01 wurde von Timo Glock und Lucas di Grassi zwar nicht viel gefahren, dennoch war man meistens schneller als die Konkurrenz von Lotus. Mit der Performance kann man sich also sehen lassen. "Der radikalste Bereich ist die Aerodynamik", beschreibt Wirth. "Die Daten bestätigen genau unsere Vorhersagen. Die Charakteristik, die Balance, das Fahrgefühl und das Verhalten bei Setupänderungen sind genau wie angenommen. Wir haben also eine tolle Basis."

"Was uns eingebremst hat sind kleine Designprobleme und kleine Probleme in einigen Systemen. Dadurch und durch das schlechte Wetter in Jerez sind wir etwas hinter unserem ursprünglichen Zeitplan zurück. Aber hier in Barcelona haben wir die Probleme offenbar besser im Griff", so Wirth. Und weiter: "Unsere Probleme hatten nichts mit CFD zu tun. Wir müssen nun zusehen, dass wir unsere Vorbereitungen für Bahrain abhaken und dann sehen wir das wahre Bild auf der Strecke."

Man dürfe Virgin nicht an den Ergebnissen der Tests oder der ersten Rennen messen. "Die Daten stimmen alle, das macht uns glücklich", so der Technikchef. "Ich bitte nur darum, dass man unsere Leistungen erst nach einiger Zeit beurteilt, vor allem auch anhand unseres Entwicklungstempos. Wir haben einen guten Fahrplan, können das Designtempo in der Saison hoch halten. Wir haben im vergangenen Jahr Teams gesehen, die schlecht gestartet sind und dann erheblich aufholten. Ich hoffe, wir können auch solch einen Weg beschreiten."

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