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Todt: "Mein Herz schlägt für die FIA"

09. Februar 2010 - 10:11 Uhr

FIA-Präsident Jean Todt über das Comeback von Ex-Ferrari-Pilot Michael Schumacher und sein Verhältnis zum Formel-1-Rekorchampion

Michael Schumacher mit Jean Todt
Jean Todt und Michael Schumacher bescherten der Formel 1 einige Erfolge
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Über viele Jahre hinweg waren Jean Todt und Michael Schumacher schier unzertrennlich: Während Todt als Ferrari-Teamchef die Fäden am Kommandostand zog, sammelte Schumacher auf der Strecke Titel um Titel für die Roten aus Maranello. Seit dieser Zeit verbindet das Duo eine innige Freundschaft, doch nun haben sich die Rollen der beiden Formel-1-Routiniers deutlich verändert.

Schumacher kehrt in dieser Saison in den Rennbetrieb zurück und geht für das neue Mercedes-Werksteam an den Start, Todt ist hingegen seit wenigen Monaten als neuer FIA-Präsident in Amt und Würden - und ist gespannt auf das Comeback seines ehemaligen Starfahrers: "Ich verstehe die Entscheidung von Michael, wieder in der Formel 1 zu fahren, weil ich ihn kenne", sagt Todt.

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"Michael ist ein leidenschaftlicher Motorsportler, und die Möglichkeit, mit Ross Brawn und Mercedes wieder in der Formel 1 zu fahren, war und ist eine große Versuchung, diese Leidenschaft wieder aufs Neue auszuleben", meint der Franzose bei 'Welt online'. "Ich bin sicher, dass er wieder hervorragende Leistungen bringen kann, weil er körperlich total fit ist und das Autofahren nicht verlernt hat."

Ob Schumacher auf Anhieb siegfähig ist oder sogar um den Titel fahren kann, weiß Todt allerdings nicht zu sagen: "Das wird einzig und allein von der Qualität seines Autos abhängen", erklärt der neue FIA-Präsident. "Ich weiß aus Erfahrung, und jeder weiß es, dass selbst ein absoluter Weltklassefahrer nur mit einem sehr guten Auto in der Lage ist, Grands Prix zu gewinnen", so Todt.

Todt garantiert: Keine Bevorzugung für "Schumi"

"Es ist mir aber lieber, dass er wieder Formel-1-Rennen fährt als Motorradrennen. Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht und das ihm auch persönlich mehrmals gesagt, dass ich seine Motorrad-Ambitionen für nicht glücklich halte", sagt Todt. Der Motorradsport sei deutlich gefährlicher und zudem sei Schumacher "ganz sicher nicht ein so guter Motorradfahrer wie ein Formel-1-Fahrer."

"Ich sage das alles, weil Michael ein sehr, sehr guter Freund von mir ist. Das ist mehr, als wenn ich sein Vater wäre, denn einen Freund sucht man sich aus - einen Vater nicht", gibt Todt zu Protokoll und ruft damit einige Kritiker auf den Plan, die eine Bevorzugung des früheren Ferrari-Piloten befürchten. Diesen Handschuh will sich Todt allerdings nicht anziehen und winkt ab.

"Schlägt mein Herz für Ferrari oder Schumacher? Mein Herz schlägt für die FIA", hält der frühere Rallye-Copilot in der 'Gazzetta dello Sport' fest. "Ferrari war eine überaus wichtige Zeit in meinem Leben, doch das liegt nun in der Vergangenheit. Ich unterhalte mich mit ihnen wie mit jedem anderen Team auch." Er werde in Bezug auf "Schumi" und Ross Brawn kein Auge zudrücken, so Todt.

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