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Lotus: "Zeit ist unser größtes Problem"

07. Februar 2010 - 14:09 Uhr

Nachdem am Freitag erstmals der Motor gezündet wurde, geht es bei Lotus nun konsequent weiter: Shakedown am Dienstag, Präsentation am Freitag

Firmenschild bei Lotus
Lotus wird am kommenden Dienstag erstmals auf die Strecke gehen
© Lotus F1

(Motorsport-Total.com) - Lotus hat ein klares Ziel: Man will unbedingt in der Debütsaison das beste der vier neuen Teams sein. Auf dem Weg ins erste Formel-1-Jahr ist die Mannschaft um Teamchef Tony Fernandes aktuell etwas hinter der Konkurrenz von Virgin zurück. Timo Glock und Lucas di Grassi führten den Virgin-Cosworth VR-01 bereits zu Testzwecken um die Silverstone-Kurzanbindung, bei Lotus steht dieser Schritt noch bevor.

"Zeit ist unser größtes Problem", erklärt Lotus-Produktionsleiter Keith Saunt in der Zeitung 'The Star'. Beim Aufbau der ersten Fahrzeuge sei eine erhebliche logistische Leistung vonnöten. "Wir sprechen hier darüber, dass 8.500 Teile zum passenden Zeitpunkt verfügbar sein müssen", sagt der Brite und verweist mit Stolz auf die Tatsache, dass man nur rund drei Monate für den Entwurf und zum Aufbau des Boliden hatte.

Nachdem der Cosworth-V8 am Samstag erstmals im Heck des Lotus kreischen durfte und so allen Beteiligten ein Lächeln ins Gesicht zauberte, geht es nun weiter voran. "Am Dienstag haben wir den Shakedown und die Präsentation dann am 12. Februar", beschreibt Saunt den weiteren Fahrplan für die kommenden Tage. Am 17. Februar wird Lotus mit den erfahrenen Piloten Jarno Trulli und Heikki Kovalainen beim Test in Jerez erwartet.

Die Rückkehr von Lotus auf die große Formel-1-Bühne ergab sich im Jahr 2009 überraschend. Bei der Auswahl drei neuer Teams für die kommende Saison war die Mannschaft mit neuen Wurzeln in Malaysia zunächst bei der FIA-Prüfung durchgefallen, Campos, Manor (jetzt Virgin) und US F1 bekamen den Zuschlag. Später jedoch konnte man aufgrund des Ausstiegs von BMW nachrücken.

"Ich denke, in der Formel 1 hat jeder seinen Platz. Egal, ob das die großen Teams wie Ferrari, Mercedes oder Renault sind, oder eben wir", sagt Staunt. Mit großer Entschlossenheit fügt er hinzu: "Ich hoffe allerdings, dass auch Lotus bald wieder ein großer Name sein wird. Wenn man sich die Einschätzungen von erfahrenen Leuten anhört, dann sollten wir das beste der neuen Teams sein."

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