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Gascoyne mit Lotus-Rollout zufrieden

09. Februar 2010 - 22:21 Uhr

Trotz widriger Wetterverhältnisse verlief das Lotus-Rollout in Silverstone laut Technikchef Mike Gascoyne zufriedenstellend

Mike Gascoyne
Mike Gascoyne ist der geistige Vater des neuen Lotus-Formel-1-Boliden
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Auf dem Stowe-Circuit in Silverstone, einer stark verkürzten Version der Grand-Prix-Strecke, wurde heute am späten Nachmittag Geschichte geschrieben: Fairuz Fauzy absolvierte den Shakedown mit dem neuen Boliden des malaysischen Nationalteams, das nach 15 Jahren für das Comeback des Lotus-Namens in der Formel 1 verantwortlich ist.

Als wir um 16:30 Uhr Tony Fernandes anriefen, um nachzufragen, wie das Rollout gelaufen ist, stieg der Teamchef gerade in den Flieger nach Großbritannien - er verpasste die historische Jungfernfahrt. Seine Leute waren wegen verspätet eingetroffener Zuliefererteile erst gegen Mittag in Silverstone eingetroffen, führten die Jungfernfahrt aber wie geplant noch vor Einbruch der Dunkelheit durch - allerdings bei klirrend kalten Wetterbedingungen.

Rein technisch gesehen lief alles gut: "Es war ein großer Moment, das Auto erstmals in Aktion zu sehen", so Technikchef Mike Gascoyne zur 'BBC'. "Wir hatten keine gravierenden Probleme, nichts, worüber man sich Sorgen machen müsste. Es lief ganz gut. Wir konnten ein paar Runden absolvieren, was perfekt war und vor allem eine tolle Belohnung für die harte Arbeit, die die Mitarbeiter in dieses Projekt investiert haben."

Allzu viele Erkenntnisse konnten freilich noch nicht gewonnen werden, "denn der Stowe-Circuit ist kaum größer als eine Kartbahn und wenn es an einem kalten Februarnachmittag immer wieder schneit, lernst du nicht viel über das Handling", gesteht Gascoyne. Doch das war schließlich auch nicht das Ziel, sondern es ging primär um die wichtigsten Systemchecks, um nächste Woche in Jerez de la Frontera gleich die Arbeit aufnehmen zu können.

Ein bisschen konnte man die große Lotus-Tradition heute spüren, denn Colin Chapman ist schon lange verstorben, aber sein Sohn Clive ließ sich die Comeback-Jungfernfahrt nicht entgehen. Dieser Faszination kann sich auch ein kühler Techniker wie Gascoyne nicht ganz entziehen: "Das Auto und die Lackierung sehen fantastisch aus. Mit der Geschichte und dem Lotus-Namen war es ein ganz besonderer Tag für uns alle!"

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