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Force India unter Druck: Schließung angedroht

05. Februar 2010 - 10:43 Uhr

Bei Force India ist kurz vor dem Saisonstart Feuer unter dem Dach: Britische Unternehmensaufsicht droht mit Schließung des Rennstalls

Otmar Szafnauer und Vijay Mallya
Force India unter Druck: Otmar Szafnauer und Vijay Mallya haben Sorgen
© Force India

(Motorsport-Total.com) - Schon oft hat Force India die Altlasten des Teams aus Zeiten von Midland oder Spyker wie eine schallende Ohrfeige ins Gesicht bekommen. Nun ist es wieder einmal soweit. Die Inder müssen in diesem Fall sogar richtig zittern. Die britische Unternehmensaufsicht (Companies House; zuständiges Handelregister; Anm. d. Red.) hat Force India eine Frist bis zum 25. Februar gesetzt. Bis zu jenem Termin muss der Finanzbericht 2008 eingereicht werden, sonst droht die Schließung.

Der Bericht hätte laut der britischen Zeitung 'Daily Telegraph' eigentlich bereits Ende Oktober 2009 vorliegen müssen. Doch die Teambesitzer Vijay Mallya und Michiel Mol erwirkten eine Fristverlängerung bis zum 26. Januar. "Wir hatten uns mit dem Companies House auf eine Verlängerung geeinigt, weil wir mehr Zeit brauchten, um den Bericht zu erstellen", sagt Force-India-Geschäftsführer Otmar Szafnauer.

Doch das Team ließ auch die neue Frist verstreichen ohne den Finanzbericht ans Handelsregister geschickt zu haben. "Am 28. Januar haben wir dann eine schriftliche Erklärung bekommen, in der man uns eine Deadline bis zum 25. Februar gesetzt hat", so Szafnauer weiter. "Die Frage ist, was passieren wird, falls wir es bis dorthin nicht schaffen." Die Vorgabe ist deutlich: Die britische Behörde hat die Auflösung bereits in Gang gesetzt.

"Wenn sie den Bericht bis zum 25. Februar einreichen, bleibt genug Zeit, den Auflösungsprozess zu stoppen", wird ein Sprecher des Handelsregisters zitiert. "Der Ball liegt bei ihnen. Die Auflösung wird nur gestoppt, wenn wir den Bericht bekommen. Falls wir innerhalb eines Zeitrahmens von drei Monaten nichts bekommen, wird das Unternehmen zerschlagen."

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