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Wird Ecclestone zum Retter von Saab?

08. Januar 2010 - 11:38 Uhr

3.400 Angestellte bangen um ihre Zukunft bei Saab: Nun könnte Formel-1-Chef Bernie Ecclestone einspringen und den Konzern übernehmen

Bernie Ecclestone (Formel-1-Chef)
Bernie Ecclestone könnte dem maroden Saab-Konzern auf die Sprünge helfen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - "Es ist recht einfach: Komm her, bring Geld mit und du kannst den Laden haben." So formulierte Ed Whitacre, Vorsitzender von General Motors (GM), am Mittwoch die Verkaufsvoraussetzungen für Saab. Bis Donnerstagabend tat sich wenig, doch unmittelbar vor Ablauf der Frist um 22 Uhr trudelte ein überraschendes Kaufangebot ein: Genii Capital und Bernie Ecclestone zeigen Interesse.

Der britische Formel-1-Chef und das Luxemburger Investment-Unternehmen sollen buchstäblich in letzter Sekunde bei GM vorstellig geworden sein und können sich demnach vorstellen, den dahinsiechenden Saab-Konzern zu übernehmen. "Es ist eine gute Marke, die von den aktuellen Eigentümern möglicherweise etwas vernachlässigt wurde", wird Ecclestone von 'Bloomberg' zitiert.

Der 79-Jährige gibt sich allerdings zurückhaltend: "Noch gehört sie uns nicht. Schauen wir also einfach einmal, was passiert", meint Ecclestone. Der Brite spannt in dieser Gelegenheit mit einer Firma von Gerard Lopez zusammen, der seit einigen Wochen am Renault-Team beteiligt ist - mit Genii Capital. Tritt dieses Unternehmen nun also auch abseits der Formel 1 als "Retter" auf?

Möglich ist es. Man arbeite derzeit konzentriert darauf hin, die Transaktion mit allen relevanten Teilhabern des Unternehmens abzuschließen, heißt es in einem Statement von Genii Capital. Saab habe in vielen automobilen Bereichen einen enormen Markenwert und noch dazu ein innovatives Image - doch gerade diese Eigenschaften machen Saab auch für Spyker interessant.

Die niederländische Automobilschmiede, die vor wenigen Jahren auch ein eigenes Formel-1-Team unterhielt, hat ebenfalls ein Auge auf den skandinavischen Hersteller geworfen: "Wir glauben, dass Saab viel Potenzial hat", sagt Spyker-Chef Victor Muller. "Es käme uns sehr gelegen, so schnell wie möglich einen Deal zu machen." Man führe diesbezüglich "konstruktive Gespräche", so Muller.

Wie viel sich die einzelnen Parteien eine Übernahme von Saab kosten lassen würden, ist bislang nicht bekannt. Ebenfalls unklar ist, inwiefern sich Ecclestone am Angebot von Genii Capital beteiligt. Saab steht bereits seit einem Jahr zum Verkauf, soll seit 2001 keinen Profit mehr gemacht haben und aktuell 3.400 Mitarbeiter beschäftigen. Für Freitag ist eine Vorstandssitzung bei Saab anberaumt.

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