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Silberpfeil-Präsentation: Die Welt blickt nach Stuttgart

25. Januar 2010 - 08:47 Uhr

Heute ist der große Tag: Mercedes präsentiert sich, Rückkehrer Michael Schumacher und Nico Rosberg - Norbert Haug verspricht spektakuläre Lackierung

Mercedes-Silberpfeil mit Petronas-Branding
Heute wird die neue Silberpfeil-Lackierung erstmals öffentlich gezeigt
© Mercedes

(Motorsport-Total.com) - Die Formel-1-Welt blickt nach Stuttgart, denn heute ist es soweit: Um 11:00 Uhr präsentiert sich im dortigen Mercedes-Museum das neue Mercedes-Team. Mit dabei sind rund 600 geladene Gäste, Mercedes-Mitarbeiter und 250 Journalisten aus aller Welt. Sie alle warten auf den großen Augenblick, wenn Rückkehrer Michael Schumacher und sein Teamkollege Nico Rosberg den Silberpfeil enthüllen.

Dabei handelt es sich jedoch um den Brawn-Boliden des Vorjahres, versehen mit der neuen Silberpfeil-Lackierung des Jahres 2010. Den neuen Renner wird die Öffentlichkeit erst beim Test am 1. Februar in Valencia sehen. "Wir sind vollkommen im Plan. Wenn man am 1. Februar testet und das Auto schon eine Woche vorher fertig ist, dann nutzt man die Zeit nicht richtig", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug im "ZDF-Morgenmagazin".

Mercedes habe die Zeit jedoch genutzt, so Haug: "Wir werden das Auto am nächsten Sonntag fertig haben und dann direkt zum Test gehen. Wir wollten hier eine Teamvorstellung machen, das Team und das neue Farbdesign präsentieren, den neuen Silberpfeil und den neuen Sponsor Petronas. Ich denke, das sind genug Themen."

"Es sind natürlich ein schöner Mercedes-Schriftzug und ein Chrom-Stern drauf. Mir gefällt's!"
Norbert Haug

Die neue Lackierung wurde zusammen mit der Mercedes-Designabteilung in Sindelfingen entwickelt. "Wir sind sehr stolz darauf. Ich glaube, dass es sehr, sehr gelungen ist. Lassen Sie sich überraschen", sagte Haug, der ein spektakuläres Aussehen der neuen Silberpfeile verspricht: "Am Ur-Silberpfeil von 1934 wurde der Lack abgekratzt, weil das Auto etwas zu schwer war. Diese Reminiszenz wird man am neuen Auto auch erleben. Wenn man jetzt den Lack herunternimmt, kommt die Kohlefaser hervor. Es wird Stellen am Auto geben, die die Kohlefaser zeigen. Es sind natürlich ein schöner Mercedes-Schriftzug und ein Chrom-Stern drauf. Mir gefällt's!"

Mercedes war zuletzt 1955 mit einem eigenen Team in der Formel 1 vertreten und gewann damals mit Juan Manuel Fangio den Weltmeistertitel. Nach der Übernahme des Brawn-Teams kehrt Mercedes nun mit den Silberpfeilen zurück in die Formel 1. Für die Stuttgarter beginnt damit auch eine neue Ära, laut Haug auch "die wichtigste Ära" der Silberpfeile.

"Es ist uns gelungen, die Kosten enorm zu senken. Wir werden in Zukunft ein Viertel unseres Höchststandes unseres Budgets ausgeben", so der Schwabe. "Wir werden auch ganz klar mit unseren Serienprodukten in Richtung Green Technology, also weniger Schadstoffausstoss gehen und dafür auf der Rennstrecke ganz klar werben. Wir haben eine konzertierte Aktion, einen ganz klaren Marketingplan. Und wie man sieht, ist die Faszination der Formel 1 ungebrochen." So habe Mercedes in den vergangenen zwei Monaten eine Medienresonanz "wie nie erlebt, die uns selbst überrascht hat".

"Wir haben eine konzertierte Aktion, einen ganz klaren Marketingplan."
Norbert Haug

Die heutige Präsentation wird zum Medienspektakel. Neben der gewohnten Berichterstattung in Fachpublikationen wie 'Motorsport-Total.com' sind diesmal sogar mehrere TV-Sender live dabei. Das 'DSF', 'n-tv' und 'N24' übertragen die Enthüllung der offiziellen 2010er-Lackierung der Silberpfeile und die Präsentation der beiden Fahrer Michael Schumacher und Nico Rosberg. Auch weltweit werden die Medien in großem Umfang berichten.

Wer seiner beiden Piloten die größeren Chancen hat, Weltmeister zu werden, kann Haug noch nicht sagen: "Das macht genau die Spannung aus. Ich habe auch gehört, dass Bernie Ecclestone schon weiß, wer Weltmeister wird. Im vergangenen Jahr zu diesem Zeitpunkt wusste er nicht, dass Brawn GP und Jenson Button Weltmeister werden. Das zeigt nur, wie überraschend diese Formel-1-Welt ist und deshalb schauen Millionen zu."

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