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Todt: "Die Formel 1 ist noch zu teuer"

28. Dezember 2009 - 09:40 Uhr

Der neue FIA-Präsident Jean Todt hält die eingeleiteten Sparmaßnahmen für "nicht ausreichend" - Der Sport müsse sich den Zeiten anpassen

Jean Todt
Jean Todt möchte die Formel 1 noch kostengünstiger gestalten
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Der frühere FIA-Präsident Max Mosley hat in der Formel 1 einen massiven Sparkurs eingeschlagen - ein Kurs, den sein Nachfolger Jean Todt nicht nur weiter verfolgen, sondern sogar noch verschärfen möchte. "Die Formel 1 ist zu teuer", sagte Todt in einem Interview mit der französischen Tageszeitung 'Le Figaro'.

"Ich bedaure es, dass Honda, BMW und Toyota ausgestiegen sind, aber wenn jemand enorme Mengen Geld ausgibt, ohne die erwünschten Resultate zu erreichen, ist das unvermeidbar", fuhr Todt fort. "Auf der anderen Seite ist es toll, dass neue Teams dazukommen."

Doch um die Formel 1 zukunftsfähig zu machen, müssten die Kosten weiter reduziert werden. Dabei setzt der neue FIA-Präsident allerdings nicht auf die gleichen Maßnahmen wie sein Vorgänger. Todt betonte, dass er "von einer strikten Begrenzung der Budgets" nichts hält. Mosley hatte sich für eine Budgetobergrenze ausgesprochen, was im Sommer zu einem erbitterten Streit innerhalb der Formel 1 geführt hatte.

Todt ist jedoch der Meinung, dass die bisher eingeleiteten Sparmaßnahmen "nicht ausreichend" sind: "Wenn wir die Formel 1 erhalten wollen, müssen wir aufwachen und fundamentale Entscheidungen treffen. Der Automobilsport muss sich den Zeiten anpassen."

Der Franzose bedauert zudem, dass KERS sich nicht durchsetzen konnte und 2010 in der Formel 1 nicht mehr eingesetzt werden soll - obwohl die Teamvereinigung FOTA sich ursprünglich einstimmig dafür ausgesprochen hatte. Todt hat nun eine Arbeitsgruppe unter der Führung des früheren Ferrari-Motorenchefs Gilles Simon ins Leben gerufen, die sich dem Einsatz neuer Technologien in der Formel 1 und dem Umweltschutz widmet.

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