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Ecclestone: Schumi-Faktor lässt sich gar nicht berechnen

29. Dezember 2009 - 08:44 Uhr

Bernie Ecclestone kann nicht in Millionen ausdrücken, was Michael Schumachers Comeback bedeutet - Titelkandidat ist für ihn aber Sebastian Vettel

Bernie Ecclestone
Bernie Ecclestone freut sich auf die Generationenduelle auf der Strecke
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com/SID) - Formel-1-Boss Bernie Ecclestone freut sich riesig über die Rückkehr von Rekordweltmeister Michael Schumacher, ganz oben auf seiner Weltmeister-Rechnung für 2010 hat der Engländer allerdings dessen "Kronprinz" Sebastian Vettel. Auf die Frage nach Schumachers größten Rivalen sagte Ecclestone in einem Interview der 'Bild'-Zeitung: "Das sind einige. Hamilton, Alonso. Aber ich sage voraus: Sebastian Vettel wird der nächste Weltmeister."

Dennoch ist der 79-Jährige "einfach nur sehr, sehr glücklich", dass der Kerpener, der am 3. Januar 41 Jahre alt wird, nach drei Jahren Pause in die Königsklasse zurückkehrt. "Wir haben nächstes Jahr vier amtierende oder ehemalige Weltmeister mit Alonso, Hamilton, Button und Schumacher auf der Piste. Ich kann mich nicht erinnern, wann es das zuletzt gab", sagte der Engländer, der allerdings "nicht wirklich erwartet" hätte, dass Schumacher nicht bei Ferrari, sondern bei Mercedes sein Comeback feiert.

Dass der siebenmalige Champion, der Ende 2006 seine einzigartige Karriere beendet hatte, wieder ganz vorne mitfahren kann, davon ist "Big Bernie" überzeugt. "Ich weiß eines: Er käme nicht zurück, wenn er nicht an Siege glauben würde. Er scheint wirklich sehr motiviert zu sein", meinte Ecclestone.

"Es ist gut für alle. Sehr gut sogar. Für die Medien, für die Fans, für die Sponsoren."
Bernie Ecclestone

Das Alter ist für Ecclestone nicht das entscheidende Leistungskritierium, sondern mehr die "Frage der Gesundheit: Ob man wirklich richtig fit ist und motiviert. Und Schumacher wird beides sein. Fit und motiviert." Und sicher auch fähig, seinen achten Titel zu holen: "Natürlich ist das möglich. Aber das gilt auch für fünf andere Fahrer. Letzten Endes kommt es darauf an, wer das beste Auto hat."

Die Rückkehr von Schumacher, der beim Saisonauftakt am 14. März in Bahrain erstmals nach 1239 Tagen wieder um WM-Punkte kämpfen wird, tut der Formel 1 sehr gut, meint Ecclestone. "Es ist gut für alle. Sehr gut sogar. Für die Medien, für die Fans, für die Sponsoren. Aber das kann ich nicht in Millionen ausdrücken. Das ist unmöglich zu berechnen", sagte er.

Für einen besonderen Reiz sorgt dabei das Duell zweier Generationen. Auf der einen Seite Schumacher, der zwischen 1991 und 2006 insgesamt 250 Rennen fuhr und dabei 91 Siege holte, auf der anderen Seite die jungen Wilden wie Vettel (Heppenheim/22), Lewis Hamilton (Großbritannien/24), Schumachers künftiger Mercedes-Kollege Nico Rosberg (Wiesbaden/24) oder der zweimalige Weltmeister und künftige Ferrari-Pilot Fernando Alonso (Spanien/28). "Die Jüngeren werden ihn unbedingt besiegen wollen. Er will es ihnen zeigen. Das macht den Reiz der ganzen Sache aus", sagte Ecclestone.

Der Brite fände zudem "klasse", wenn neben Michael Schumacher vielleicht auch dessen Bruder Ralf ebenfalls in die Formel 1 zurückkehren würde. In einem Interview hatte der 34-Jährige eingeräumt, dass er über ein Comeback in der Königsklasse nachdenkt. "Träumen ist erlaubt, und manchmal werden Träume ja auch wahr", sagte "Schumi II", der nicht ausschließen will, dass er bis zum WM-Start in Bahrain ein Cockpit erhält, "solange ich fit bin, und das bin ich".

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