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Wurz: Button war "vernünftig passiv"

02. November 2009 - 10:54 Uhr

Für Alexander Wurz ist Jenson Button ein würdiger Weltmeister, der Österreicher lobt aber auch die Performance von Sebastian Vettel in Abu Dhabi

Alexander Wurz
Alexander Wurz zweifelt nicht an der fahrerischen Klasse von Jenson Button
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Bereits vor dem gestrigen Grand Prix von Abu Dhabi stand Jenson Button als neuer Weltmeister fest, obwohl er in der zweiten Saisonhälfte keinen einzigen Sieg mehr feiern konnte. Alexander Wurz, der sich als Brawn-Berater über den WM-Erfolg freuen durfte, wird seinen Teamkollegen dennoch als würdigen Champion in Erinnerung behalten.

"Ein Jenson Button, der gegen den Druck der Medien passiv geworden ist - aber vernünftig passiv", bleibe von dieser Saison hängen, so Wurz im 'ORF'. "Ich erinnere mich an eine Szene in Valencia: Er kommt als Sechster weg, wird beim Start gegen die Boxenmauer gedrängt und lupft - wohl wissend, dass er damit viele Punkte verliert, aber er macht keine Karambolage. So gewinnst du die Weltmeisterschaft und nicht mit der Brechstange, um es den anderen beweisen zu wollen."

"In Brasilien hat er dann auch noch gezeigt, dass er überholen kann. Was bleibt mir also in Erinnerung? Ein würdiger Weltmeister Jenson Button", meint der Österreicher. Wurz zeigt aber auch Respekt vor der Leistung von Sebastian Vettel, der ihn vor allem gestern beeindruckt hat. Eigentlich hätte er in Abu Dhabi nämlich wie die meisten Experten mit einer konkurrenzlosen Solofahrt von Lewis Hamilton gerechnet.

"Ich habe mich auch getäuscht", gibt der langjährige Formel-1-Pilot zu. "Vettel war sensationell unterwegs, denn die Rundenzeiten von McLaren am Freitag und Samstag haben darauf schließen lassen, dass es ein ganz einfaches Rennen für Hamilton wird. Okay, er hatte einen technischen Defekt, aber Vettel war zu dem Zeitpunkt auf einer besseren Strategie und hätte wahrscheinlich sowieso gewonnen."

"Sein erster Stint war sensationell. Er ist auf dem allerletzten Loch gefahren, mit zwei Messen zwischen den Zähnen. Er hat Hamilton nicht die Chance gelassen, sich abzusetzen", so Wurz. "Im Nachhinein betrachtet müssen wir auch sagen, dass Hamilton das ganze Rennen mit Bremsproblemen zu kämpfen hatte und seine Form nicht umsetzen konnte, aber Vettel ist drangeblieben, hat sensationelle Rundenzeiten hingelegt. Das war der Schlüssel zum Sieg."

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