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Wer hat den stärksten Motor unter der Haube?

26. November 2009 - 08:47 Uhr

Der Entwicklungsstopp auf dem Motorensektor bedeutet noch lange nicht, dass ein Motor wie der andere ist und dass Ruhe auf dem Gebiet eingekehrt ist

Toyota RVX-08
Der Toyota-Motor war der schwächste Motor in der Saison 2009
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Trotz des Entwicklungsstopps hört man in der Formel-1-Szene ständig etwas von den Unterschieden bei den Motoren. Und tatsächlich gibt es sie: Mercedes hatte den stärksten, Toyota den schwächsten und Renault den Motor mit dem geringsten Spritverbrauch wie 'auto, motor, sport' berichtet.

Nachdem die FIA den Entwicklungsstopp verkündet hatte, wurde dieser schon wieder aufgehoben, denn Renault und Honda hatten den Übergang vom Zehnzylinder zum V8 schlechter hinbekommen als die Konkurrenz und so durften sie nachbessern. Aber auch danach herrschte an der Motorenfront keine Ruhe: Nachdem behauptet worden war, dass der Mercedes-Motor mehr Leistung habe als die Konkurrenz wurde die Leistung aller Motoren miteinander verglichen.

Zum Vergleich wurden die Soundanalysen und GPS-Messungen herbeigezogen. Dabei soll der Mercedes-Motor 755 PS Leistung generiert haben - dicht gefolgt vom BMW-Aggregat. Je nachdem, wer die Messungen - wobei Messungen eigentlich falsch ist, denn es handelte sich um Hochrechnungen - durchgeführt hat, wurde ein andere Motor als leistungsstärkster ausgewiesen. Die Messungen der Teams wiesen dabei Unterschiede von bis zu 40 PS aus. Bei allen Berechnungen besaß Toyota jedoch den schwächsten Motor.

Mercedes unter Manipulationsverdacht

Renault wurde nach diesen Messungen wieder bei der FIA vorstellig, da die Differenzen zwischen dem leistungsstärksten und schwächsten Motor 1,9 Prozent betrage und eine weitere Anpassung damit de iure zulässig wäre. Die FIA spielte den Ball aber sofort gekonnt an die Teams zurück. "Das sollen die selber regeln", lautete die Botschaft aus der französischen Hauptstadt.

Robert Kubica
Kubica sitzt in der kommenden Saison im verbrauchsärmsten Boliden der Formel 1
© xpb.cc

Da jedoch ein Betrugsvorwurf im Raum stand, sah sich die FIA genötigt, nach dem Rennen von Monza den Mercedes-Motor etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Ergebnis: Beim Motor ist alles in Ordnung. Tatsächlich wurde aber festgestellt, dass bei Mercedes und Force India 40 PS mehr am Hinterrad ankommen. Im Antriebsstrang der anderen Autos scheinen die PS verlorengegangen zu sein. Ohne einheitliche Messmethode, ist es jedoch nahezu unmöglich, die PS-Zahl der Motorenhersteller untereinander zu vergleichen.

Einfacher zu vergleichen ist der Spritverbrauch. Bei den Verbrauchskalkulationen liegt der Renault Achtzylinder klar in Front. Bei den Verbrauchskalkulationen liegt der Renault Achtzylinder mit einer Spritersparnis von rund 5% klar in Front. "Das kann nächstes Jahr bei einer Renndistanz einen Unterschied von über zehn Kilogramm beim Startgewicht ausmachen", sagt Robert Kubica, der in der kommenden Saison den Renault pilotieren wird.

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