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Weiterhin Unklarheiten um Qadbaks Fußballklub

11. November 2009 - 13:49 Uhr

Das Engagement von Qadbak im englischen Fußball sorgt wieder für Schlagzeilen - Ungereimtheiten um Geschäftsmann Russell King

Formel-1-Fabrik in Hinwil
Der neue Investor des BMW Sauber F1 Teams bleibt weiter im Hintergrund
© BMW

(Motorsport-Total.com) - In Großbritannien gibt es derzeit wieder einmal Wirbel um Qadbak, eine in der Schweiz ansässige Stiftung, die laut Angaben von BMW die Interessen von im Mittleren Osten und in Europa ansässigen Familien vertritt. Konkret geht es dabei um den ältesten Profifußballverein der Welt, Notts County, derzeit in der vierten englischen Liga vertreten.

Qadbak ist über die Tochtergesellschaft Munto Finance Hauptanteilseigner des Klubs aus Nottingham. Das Engagement sorgte für Schlagzeilen, weil die Hintermänner zunächst nicht bekannt gegeben wurden und die Liga verständlicherweise skeptisch wurde. Zudem stand der Geschäftsmann Russell King, dem eine Verwicklung in einen zwei Millionen Euro schweren Betrugsskandal nachgesagt wird, mit Qadbak in Verbindung.

Nach langem Hin und Her wurde Notts County schlussendlich doch eine Lizenz für die nächste Spielzeit ausgestellt - allerdings nur unter der Voraussetzung, dass Kings Beratervertrag mit den Klubeigentümern gekündigt wird. Der Klub hielt Wort und gab die Trennung am 12. Oktober offiziell bekannt. King hatte zuvor unter anderem den Deal mit dem früheren englischen Teamchef Sven-Göran Eriksson eingefädelt.

Doch nun tauchen berechtigte Zweifel daran auf, ob King tatsächlich nicht mehr für Qadbak arbeitet. Wie der 'Guardian' berichtet, war King am 22. Oktober in Pjöngjang, um Kim Yong-nam, den Vorsitzenden des Präsidiums der Obersten Volksversammlung Nordkoreas und damit einen der einflussreichsten Politiker des Landes, zu treffen. King absolvierte die Reise im Auftrag einer Firma namens Swiss Commodity Holding (SCH).

SCH steht in so enger Verbindung zu Notts County, dass das SCH-Logo in das Klubemblem eingearbeitet wurde. Dennoch heißt es aus Nottingham, dass Kings Dienstreise nichts mit Notts County zu tun habe und man sich zu seinen Privatunternehmungen nicht äußern möchte. Auf einem Gruppenfoto des Besuchs in Nordkorea ist neben King auch Nathan Willett, Aufsichtsrat bei SCH und Mutterfirma Qadbak, zu sehen.

In Formel-1-Kreisen ist Qadbak als neuer Eigentümer des BMW Sauber F1 Teams bekannt, auch wenn der Verkauf erst dann offiziell vollzogen wird, sobald der Hinwiler Rennstall einen garantierten Startplatz vorweisen kann. Dafür fehlt derzeit noch die Bestätigung der FIA. Das Qadbak-Engagement hatte auch in der Königsklasse wegen der undurchsichtigen Rahmenbedingungen und wegen Kings Beteiligung für Wirbel gesorgt.

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