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Lauda sieht Glocks Entscheidung skeptisch

17. November 2009 - 17:48 Uhr

Niki Lauda ist skeptisch, was Timo Glocks Chancen bei Manor angeht, sieht das neue Team aber auch als Chance für den Deutschen

Niki Lauda
Niki Lauda sieht Timo Glocks Wechsel zu Manor als Risiko und Chance zugleich
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Niki Lauda steht der heutigen Bekanntgabe von Timo Glock, 2010 für das neue Manor-Team an den Start zu gehen, skeptisch gegenüber: "Ich kann mir nur vorstellen, dass Manor seine letzte Chance war. Sonst war die Unterschrift ein Fehler", wird der ehemalige Formel-1-Weltmeister von 'Auto Bild motorsport' (Jetzt abonnieren!) zitiert.

Aus Sicht von Lauda wäre es plausibler gewesen, bei einem der bestehenden Teams anzuheuern: "Niemand kann wirklich beurteilen, was die neuen Teams nächstes Jahr leisten können. Ich habe deshalb keine Ahnung, warum Glock nicht seine Möglichkeiten bei Renault oder dem Sauber-Nachfolgeteam Qadbak genutzt hat. Vielleicht hat er ja einfach keine andere Möglichkeit gehabt", vermutet der 60-jährige Formel-1-Experte.

Glock-Manager Hans-Bernd Kamps sprach Ende Oktober in Abu Dhabi von insgesamt fünf Interessenten. Mit drei davon wurde "ernsthaft verhandelt". Dabei handelte es sich um Manor, Renault und Sauber/Qadbak, wobei Manor entgegen anderslautender Medienberichte von Anfang an die bevorzugte Wahl war. Daran änderte auch nichts, dass Renault den Deutschen unbedingt haben wollte und in Abu Dhabi sogar das ursprüngliche Angebot nachbesserte.

Doch bei den Franzosen hätte Glock gegen Robert Kubica, dessen Manager Daniele Morelli für seinen Schützling einen Vertrag als lupenreine Nummer eins ausgehandelt hat, einen schweren Stand gehabt, während Sauber/Qadbak bis heute keinen garantierten Startplatz für 2010 vorweisen kann. Ein informelles Gespräch mit McLaren dürfte vor allem dem einen Zweck gedient haben, Wunschkandidat Kimi Räikkönen im Preis zu drücken.

Bei Manor hingegen kann Glock um sich herum ein junges und motiviertes Team aufbauen. Sollte er damit Erfolg haben, könnte dies seiner Karriere einen wichtigen Schub verleihen. Diese Chance erkennt selbst der grundsätzlich skeptische Lauda: "Er steht vor einer schwierigen Saison und einem Neustart seiner Karriere. Wenn er trotzdem Erfolg hat, hat er seine Klasse bewiesen", hält der Österreicher abschließend fest.

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