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Senna: "Die Situation ist nicht hilfreich"

30. September 2009 - 09:33 Uhr

Bruno Senna hat Hoffnungen auf ein Renncockpit in der Formel 1, aber bemerkt auch einige Stolpersteine: "Mein Talent und mein Name zählen"

Bruno Senna
Bruno Senna ist sicher, dass er im kommenden Jahr Formel 1 fahren wird
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Derzeit wartet man in der Formel 1 gespannt darauf, dass sich das Fahrerkarussell endgültig in Bewegung setzt. Sollte der Wechsel von Fernando Alonso zu Ferrari tatsächlich am Donnerstag offiziell verkündet werden, dürfte sich eine regelrechte Wechsellawine in Gang setzen. Geht Kimi Räikkönen tatsächlich zu McLaren-Mercedes zurück? Wohin wechselt Nico Rosberg? Hat Robert Kubica wirklich schon bei Renault unterschrieben? Und wo findet Timo Glock seinen Platz?

Auf viele Fragen wird es Antworten geben, sobald der Alonso-Deal verkündet ist. Ein prominenter Name, der in den vergangenen Wochen und Monaten nur noch selten genant wurde, ist Bruno Senna. Der Neffe des unvergessenen Ayrton Senna war bereits im vergangenen Winter ein heißer Kandidat für einen Aufstieg in die Formel 1, musste dann aber bei Brawn Rubens Barrichello den Vortritt lassen. Ein DTM-Angebot von Mercedes lehnte er ab und fuhr stattdessen in der Le-Mans-Series (LMS) für Oreca.

Eigentlich wollte sich der junge Brasilianer mit seinen Auftritten im Prototypen für die Königsklasse empfehlen. Doch dieses Vorhaben misslang. Senna hatte nur wenige Einsätze im LMP1-Fahrzeug, der neue Oreca 01 war außerdem anfangs nicht vorne dabei. Dennoch hat der 25-Jährige sein eigentliches Ziel nie aus den Augen verloren. "Wir verhandeln mit mehreren Formel-1-Teams", wird Senna von der Agentur 'PA Sport' zitiert.

"Die Verhandlungen sind mit einigen Teams weiter fortgeschritten als mit anderen. Aber leider kann ich noch keinerlei Vollzug melden", sagt der amtierende GP2-Vizechampion. Die aktuelle wirtschaftliche Gesamtsituation und die Unsicherheit in der Königsklasse machen sein Vorhaben nicht einfacher. "Es ist wirklich eine schwierige Phase", gibt der Brasilianer zu. "Einige Teams haben finanzielle Probleme, andere wissen nicht, in welche Richtung es geht, wiederum andere haben noch gar keinen Motor."

Angeblich steht der Name Senna beim neuen Team von Adrian Campos hoch im Kurs: "Mein Talent und meine Name zählen." Doch aus Sicht des Nachwuchspiloten wäre ein Schritt zu einem der neuen Teams erst die zweite Wahl. Wenn möglich, möchte Senna in einem der aktuellen Rennställe unterkommen. "Das wäre auf jeden Fall besser, als irgendwo bei Null anfangen zu müssen. Wir wissen auch schon ganz genau, welches die beste Option wäre. Vielleicht klappt das aber nicht."

In den aktuell in der Formel 1 vertretenen Teams könnten einige Plätze frei werden. Sowohl bei Williams als auch bei Toyota und Force India könnten Cockpits verfügbar sein. "Wir probieren es. Wenn es nicht dort klappt, dann gehe ich eben zu einem der neuen Teams. Wir arbeiten hart und ich bin zuversichtlich, dass ich den Sprung schaffen werde. Auf die ein oder andere Art werde ich schon in die Formel 1 kommen und sicherlich im kommenden Jahr mindestens 18 Grands Prix bestreiten."

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