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Schumacher-Comeback immer unwahrscheinlicher

15. September 2009 - 16:39 Uhr

Michael Schumacher verlor auf der IAA in Frankfurt keine Silbe über ein mögliches Formel-1-Comeback: Formel-1-Erfahrung für Ferrari-Straßenautos

Michael Schumacher
Hat Michael Schumacher eine Formel-1-Rückkehr nun endgültig abgehakt?
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com/SID) - Erst stellte Michael Schumacher bei der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main den neuen Straßenwagen Ferrari 458 vor, dann ließ er seinen Blick voller Wehmut über den roten Formel-1-Boliden am Rande der Bühne schweifen. Seine Liebe zum Rennsport konnte der Rekordweltmeister nicht verheimlichen, doch ein Comeback von Schumacher in der Formel 1 wird immer unwahrscheinlicher.

"Ich habe ja jetzt mehr Zeit, um mich den Straßenauto-Projekten zu widmen und noch enger mit den Ingenieuren zusammenzuarbeiten", sagte der 40-Jährige und klang so, als sei die Rückkehr in den Rennsport-Zirkus abgehakt. Von Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo wurde Schumacher sogar als "Chef-Testfahrer" bezeichnet.

Straßenwagen statt Formel 1 - das scheint die Zukunft von Schumacher bei Ferrari zu sein. Am Dienstag präsentierte der Kerpener in der Messehalle 6 zusammen mit di Montezemolo eloquent den Ferrari 458, an dessen Entwicklung Schumacher von Beginn an beteiligt war. "Ich freue mich sehr über diese Tätigkeit. Das ist ein super Job. Ich kann meine Erfahrung aus der Formel 1 in die Straßenautos und für die Kunden einfließen lassen", sagte Schumacher. "Ich freue mich auf weitere Projekte."

Erst vor einer Woche war sein Vertrag als Berater von Ferrari um drei weitere Jahre verlängert worden. Geschätzte 20 Millionen Euro soll der siebenmalige Weltmeister, der seit seinem Rücktritt zum Saisonende 2006 als Berater für die Scuderia tätig ist, für sein Engagement kassieren.

Ursprünglich wollte Schumacher Ende August in Valencia für den verletzten Brasilianer Felipe Massa auf die Rennstrecke zurückkehren. Doch das Vorhaben scheiterte, weil er noch immer an den Folgen schwerer Kopf- und Nackenverletzungen von einem Motorradunfall im Februar laboriert. Am Dienstag war von einem Formel-1-Comeback keine Rede mehr.

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