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Mosley bestätigt: Renault bleibt in der Formel 1

21. September 2009 - 17:45 Uhr

FIA-Präsident Max Mosley erklärt die Bewährungsstrafe gegen Renault und bestätigt, dass die Franzosen in der Formel 1 bleiben werden

Max Mosley
FIA-Präsident Max Mosley ist zufrieden mit dem Urteil des Motorsport-Weltrats
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Seit Bekanntwerden der "Crashgate"-Manipulationsaffäre um den Grand Prix von Singapur 2008 wurde viel darüber diskutiert, wie der Renault-Konzern reagieren wird. Offenbar hat Vorstandsmitglied Bernard Rey heute vor dem Motorsport-Weltrat der FIA in Paris aber bestätigt, dass sein Arbeitgeber nicht vorhat, sich aus der Formel 1 zurückzuziehen.

Auf die Frage eines Journalisten, ob Renault in der Königsklasse bleiben wird, antwortete FIA-Präsident Max Mosley nach der Sitzung: "Ja." Gut möglich, dass dies bei einer ähnlichen Strafe wie im "Spygate"-Fall um McLaren-Mercedes anders gekommen wäre, denn 100 Millionen US-Dollar hätte ein Sparmeister wie Konzernchef Carlos Ghosn wohl kaum auf den Tisch gelegt, ohne der Formel 1 den Rücken zu kehren.

"Wenn sie in den nächsten zwei Jahren kein ähnliches Vergehen begehen, haben sie kein Problem", bestätigt Mosley das "blaue Auge" für Renault, das unter Motorsportfans schon für heftige Diskussionen sorgt. Denn viele fragen sich, wie es sein kann, dass McLaren-Mercedes 2007 derart heftig abgestraft wurde, Renault aber zweimal mehr oder weniger mit einer Verwarnung davongekommen ist - auch im Renault-Spionagefall von 2007 gab es keine unbedingte Strafe.

"Die Strafe, die wir ausgesprochen haben, ist die härteste, die wir aussprechen können - ein kompletter Ausschluss aus dem Sport", so Mosley. "Doch weil uns Renault demonstriert hat, dass sie keinerlei moralische Verantwortung für das tragen, was stattgefunden hat - das gilt für den Renault-Konzern sogar noch mehr als für das Formel-1-Team -, wäre es falsch, eine sofortige Strafe auszusprechen. Daher haben wir eine Bewährungsstrafe verhängt."

"Ich denke, es ist das richtige Urteil. Die Strafe wurde dort platziert, wo sie platziert werden sollte. Ich glaube, es ist die richtige Entscheidung", findet der FIA-Präsident und sagt über die lebenslängliche Sperre für seinen alten Widersacher Flavio Briatore: "Es ist traurig, denn er war mehr als 20 Jahre lang auf höchstem Niveau im Motorsport tätig. Es ist traurig, eine Karriere so enden zu sehen, aber was hätten wir sonst tun sollen?"

Der Formel 1 hat "Crashgate" bestimmt nicht geholfen, doch in der Vergangenheit hat sich nach vergleichbaren Skandalen immer wieder gezeigt, dass meistens bald wieder der Alltag einkehrt. Mosley glaubt daher nicht an einen Schaden für die Zukunft: "Ich glaube nicht, dass es irgendwas bedeutet. Wir haben von Zeit zu Zeit Probleme. Solange wir sie lösen und ordnungsgemäß damit umgehen, ist es in Ordnung."

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