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Lom: "Wir drücken uns die Daumen"

09. September 2009 - 14:29 Uhr

Renault-Motorentechniker Fabrice Lom im Interview über den Grand Prix in Spa, die Motorenprobleme bei Red Bull und den Topspeed-Kurs in Monza

Fabrice Lom
Fabrice Lom hofft, dass Renault die Motorenprobleme nun im Griff hat
© Renault

(Motorsport-Total.com) - Die Sorgenfalten bei Red Bull wurden zuletzt nicht geringer: Nachdem Sebastian Vettel in Valencia von Triebwerksdefekten heimgesucht wurde, war in Belgien Teamkollege Mark Webber der Leidtragende: Erneut machte ein Renault-Motor schlapp. Im Interview spricht Motorenchef Fabrice Lom über die Pechsträhne bei Red Bull und die Anforderungen der Strecke in Monza.

Frage: "Fabrice, wie würdest du den Belgischen Grand Prix aus der Sicht von Red Bull beschreiben?"
Fabrice Lom: "Wir haben ein gemischtes Ergebnis eingefahren. Die Leistung schien zurückzukommen, doch das Wochenende hat trotzdem nicht unseren Erwartungen entsprochen. Wir waren schneller als die Brawns, konnten diesen Vorteil aber nicht in die maximalen Punkte ummünzen."

"Das lag nicht zuletzt an den beeindruckenden Vorstellungen von Räikkönen und Fisichella, die Sebastian daran hinderte, ganz nach vorne zu fahren. Außerdem spielte da freilich Marks Strafe eine Rolle, denn dadurch landete er außerhalb der Punkteränge."

"Das Pech, das uns in Valencia heimgesucht hat, ist uns wohl nach Spa gefolgt."
Fabrice Lom

Frage: "Lief auf der Motorenseite in Spa wenigstens alles glatt?
Lom: "Leider nein. Das Pech, das uns in Valencia heimgesucht hat, ist uns wohl nach Spa gefolgt. Wir hatten während des dritten Freien Trainings ein Elektronikproblem an Marks Motor. Das hatte zur Folge, dass wir dieses Aggregat vor der Qualifikation austauschen mussten."

"Mark war quasi während der gesamten Session zum Zuschauen verdammt. Das hat seine Vorbereitung auf das Zeittraining natürlich durcheinander gebracht. Das restliche Wochenende verlief dann richtig gut. Die gute Nachricht ist jedenfalls, dass Marks Motor nicht beschädigt ist. Er kann dieses Treibwerk also später in diesem Jahr noch einmal einsetzen."

Frage: Monza gilt als Motorenprüfstand. Wie geht ihr dieses Rennen an?"
Lom: "Wir drücken uns die Daumen! Wir haben alles getan, was man nur tun kann. Hoffentlich sind wir damit gut vorbereitet. Es stimmt natürlich: Monza fordert die Motoren extrem."

"Auf der anderen Seite hoffen wir logischerweise, dass die Stärke unserer Aggregate an diesem Wochenende zum Vorschein kommen wird. Der Kampf auf der Strecke wird sicherlich sehr eng werden. Der Kurs könnte den KERS-Autos entgegen kommen - und das haben wir bei Red Bull bekanntlich nicht an Bord."

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