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Keine Mercedes-Motoren für Williams

13. September 2009 - 12:41 Uhr

Auf der Suche nach einem neuen Motorenlieferanten gibt es für Williams eine Option weniger: Mercedes ist kein Thema mehr

Pat Symonds und Patrick Head
Pat Symonds von Renault im Gespräch mit Williams-Teilhaber Patrick Head
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Obwohl Williams den Motorenvertrag mit Toyota vor nicht allzu langer Zeit für 2010 verlängert hat, bat das britische Traditionsteam den japanischen Automobilhersteller im Frühjahr überraschend um eine vorzeitige Vertragsauflösung. Toyota stimmte dem zu, sodass Williams nun auf der Suche nach einem neuen Partner ist.

Dieser soll möglichst rasch gefunden werden, damit die Ingenieure damit beginnen können, den Motor bestmöglich ins neue Chassis zu integrieren. Derzeit gibt es aber noch keine Entscheidung: "Wir haben noch nicht beschlossen, mit welchem Motor wir nächstes Jahr fahren werden. Wir hoffen, dass es nicht mehr allzu lange dauern wird", erklärt Patrick Head, immer noch Inhaber von 30 Prozent der Williams-Anteile.


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Grund für die Trennung von Toyota ist nicht nur, dass man statt Kazuki Nakajima einen anderen Fahrer im zweiten Cockpit haben möchte, sondern "es gibt wahrscheinlich Hersteller, die haben größere Fortschritte gemacht als Toyota", erläutert Head. Zwar ist die Weiterentwicklung der Motoren grundsätzlich "eingefroren", in gewissen Bereichen kann man aber dennoch Verbesserungen erzielen. Das ist manchen besser gelungen als anderen.

Derzeit gilt Mercedes, gestern in Monza mit allen sechs Autos in den Top 7, als bester Motor im Feld: "Es ist in der Boxengasse weithin bekannt, dass Mercedes - innerhalb der Grenzen des Erlaubten, da bin ich mir sicher - mehr Fortschritte gemacht hat als andere Hersteller. Sie haben jetzt einen sehr guten Motor", streut Head den Stuttgartern Rosen. Trotzdem ist ein Wechsel zu Mercedes in Grove längst kein Thema mehr.

"Wir haben vor einigen Monaten Interesse gezeigt, aber wir wurden informiert, dass sie für uns nicht verfügbar sind", so der Brite. Damals hatten er und Williams ihren Geschäftsführer Adam Parr zur DTM an den Norisring geschickt, um Gespräche mit Mercedes-Sportchef Norbert Haug zu führen. Dass Williams in jener Phase aus der Teamvereinigung FOTA ausgeschlossen wurde, war für die Verhandlungen ebenfalls nicht förderlich.

Ohne die Möglichkeit Mercedes bestätigt Head, dass Cosworth "eine Option" ist. Als mit Abstand wahrscheinlichste Variante gilt aber eine Rückkehr zum früheren Erfolgspartner Renault. Doch auch hier gibt es Reibereien, denn auf die Frage, ob der Manipulationsskandal, der am 21. September in Paris verhandelt werden soll, Einfluss auf die Verhandlungen nehmen könnte, entgegnet Head nur kryptisch: "Das macht es sicher nicht einfacher..."

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