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Gracia kritisiert Immunität für Piquet

19. September 2009 - 18:18 Uhr

Der Präsident des spanischen Motorsportverbandes kritisiert die FIA dafür, dass sie Nelson Piquet jun. Immunität garantiert hat

Nelson Piquet jun.
Carlos Gracia findet, dass Nelson Piquet jun. ebenfalls bestraft werden sollte
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die "Crashgate"-Manipulationsaffäre um das Renault-Team sorgt in der Formel-1-Szene weiterhin Gesprächsstoff. Der Präsident des spanischen Motorsportverbandes, Carlos Gracia, kritisiert nun die FIA dafür, dass sie Nelson Piquet jun. für dessen Aussage Immunität garantiert hat. Dies sei für den Auslöser des Unfalls und der folgenden Safety-Car-Phase nicht angemessen.

"Wenn es nach mir ginge, dürfte dieses Kind nicht einmal mehr blinde Leute auf dem Gehsteig begleiten", schimpft Gracia im spanischen Radio. "Er hat von seinem rowdyhaften Verhalten selbst auch profitiert, denn er sagt in seiner unter Eid abgelegten Erklärung, dass er mitgemacht hat, um einen neuen Vertrag für 2009 zu bekommen. Außerdem bekommt er noch bis zum Ende des Jahres sein Gehalt bezahlt."

"In so einem Fall sollte diese Person nicht nur vom Weltrat und von der FIA bestraft werden, sondern man sollte sie auch strafrechtlich verfolgen", fordert Gracia. "Ich habe in der Presse gelesen, dass man Mister Nelsinho Immunität angeboten hat. Es wäre für mich eine totale Schamlosigkeit, wenn so etwas innerhalb der FIA passiert."

Allerdings stand die FIA auch unter einem gewissen Druck: Nelson Piquet sen. soll gegenüber FIA-Präsident Max Mosley ausgesagt haben, dass sein Sohn nur auspacken würde, sofern er selbst nichts zu befürchten hat. Wäre die FIA also nicht auf die Immunitätsforderung eingegangen, wäre "Crashgate" möglicherweise nie ins Rollen gekommen.

Unabhängig davon kritisiert Gracia Piquet jun. als "dummes Kind, das nicht weiß, wann man aufs Gas steigen muss und wann nicht, denn es ist kein Zufall, dass er in seiner Renault-Zeit 17 Unfälle hatte. Der Vater hat ein unkontrollierbares Kind und er selbst ist ein verletzter Vater. Und wenn es gegen sie läuft, packen sie die ganze Scheiße aus, um so viele Leute wie möglich mit ins Verderben zu reißen."

Gleichzeitig begrüßt der Spanier, dass Renault ("Ein ernstzunehmendes Unternehmen") die Konsequenzen gezogen und alle drei mutmaßlichen Verschwörer entlassen hat: "Ob es nun Flavio Briatore ist, so groß sein Name auch sein mag, oder der Ingenieur - ich finde es gut, dass sie weg sind, denn solche Leute brauchen wir in der Formel 1 nicht."

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