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Renault in der Eifel: Auf der Suche nach dem Schub

06. Juli 2009 - 16:41 Uhr

Bei Renault gibt man sich vor dem Deutschland-Rennen vorsichtig optimistisch: Viele Baustellen aber auch einige Modifikationen

Fernando Alonso
Fernando Alonso: Am Nürburgring soll es bei Renault aufwärts gehen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Fernando Alonso brachte es vor dem Nürburgring auf den Punkt. "Wenn du durch ein Upgrade am Auto drei bis vier Zehntelsekunden findest, kannst du plötzlich in der Startaufstellung gleich fünf bis sechs Plätze weiter vorne stehen", orakelte der Doppelweltmeister und gab die klare Losung aus: "Genau das suchen wir: dieses eine Detail, das uns einen mächtigen Schub gibt. Aber wir wissen, dass es nicht einfach zu finden ist."

In der Eifel wird Alonso am Wochenende natürlich einen neuen Anlauf dazu nehmen. An Modifikationen am R29 mangelt es jedenfalls nicht: Ein weiterentwickelter Frontflügel, neue Radverkleidungen, eine überarbeitete Motorhaube und ein paar mechanische Verbesserungen stehen dem Spanier und seinem Teamkollegen Nelson Piquet zur Verfügung.

Leicht wird dieses Unterfangen trotzdem nicht. Alonso sieht zwar gute Ansätze, doch die Konkurrenz ist extrem. "Die Situation, in der wir uns momentan befinden, erinnert mich an die vergangene Saison", so der 27-Jährige. "Nur dass die Teams in punkto Leistungsfähigkeit in diesem Jahr enger beieinander sind. Das macht es schwieriger, große Schritte vorwärts zu machen."

Alonso bemängelt die Starts

Fernando Alonso
In Silverstone kam Fernando Alonso durch einen schlechten Start ins Hintertreffen
© xpb.cc

So greift das Prinzip Hoffnung. "Wir haben einige neue Entwicklungen für diesen Grand Prix, die unsere Situation hoffentlich verbessern und uns die Punkteränge erreichen lassen. Wir wissen aber, dass auch die anderen Teams nicht untätig waren." Und: Auch an seiner eigenen Performance sieht der Spanier Handlungsbedarf.

"Wir müssen an unseren Starts arbeiten", lernte er vor drei Wochen in Silverstone, wo er viele Plätze einbüsste. "Die Positionen, die du in der ersten Runde verlierst, sind sehr schwer zurückzuerobern." Am Nürburgring soll sich das natürlich nicht wiederholen. "Es ist sicher nicht der aufregendste Kurs des Jahres, aber es idealer Ort, um Rennen zu fahren", urteilte Alonso.

2006 stand er in der Eifel auf der Pole Position, unterlag im Rennen jedoch gegen Michael Schumacher. "Die Strecke bietet von allem etwas, dein Auto muss in jedem Streckenabschnitt gut funktionieren. Es gibt schnelle Kurven, die viel Abtrieb erfordern, und langsame Ecken, in denen Bremsstabilität und eine gute Traktion gefragt sind."

Piquet mit guten Erinnerungen

Nelson Piquet und Lewis Hamilton
Vor einem Jahr: Nelson Piquet und Lewis Hamilton jubeln in Hockenheim
© xpb.cc

Nelson Piquet wiederum hat gute Erinnerungen an das Deutschland-Rennen, denn vor Jahresfrist landete er auf Rang zwei. Der Haken an der Sache: Der Grand Prix fand bekanntlich in Hockenheim statt. In der Formel 1 betritt der Brasilianer also Neuland, denn den Nürburgring kennt Piquet nur aus der GP2.

"Es lief bisher immer gut für mich in der Eifel" weiß der 23-Jährige. "Ich fahre gerne auf dem Nürburgring. Und ich freue mich schon darauf, diesen Kurs jetzt auch am Steuer eines Grand-Prix-Boliden kennenzulernen." Ein Erfolgserlebnis ist dringend nötig, denn Piquet wartet immer noch auf seine ersten WM-Punkte 2009.

"Ich muss mich im Qualifying verbessern", nannte er den Samstag als sein erstes großes Hauptziel für das Wochenende. "Darum wäre es großartig, wenn ich in die Top Ten fahren und mir somit eine realistische Chance auf meine ersten WM-Punkte in diesem Jahr erarbeiten könnte."

Möglich ist alles, nicht zuletzt aufgrund des berühmt-berüchtigten Eifelwetters. "Darauf müssen wir immer ein Auge haben, da der Nürburgring in einem Mittelgebirge liegt. Ähnlich wie in Spa können sich die Bedingungen in der Eifel sehr schnell ändern. Zumindest rechnen wir am Rennwochenende mit ein paar Schauern."

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