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McLaren-Mercedes: In der Eifel "ohne Siegchance"

03. Juli 2009 - 13:21 Uhr

McLaren-Mercedes hat zwar eine gute Erfolgsbilanz beim Großen Preis von Deutschland, sieht sich aber 2009 ohne Chancen

Lewis Hamilton
McLaren-Mercedes geht mit geringen Erwartungen an das Rennen in der Eifel
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Eines muss man McLaren-Mercedes in der aktuellen sportlichen Krise lassen: Das Team schätzt seine Chancen stets realistisch ein. Von Siegchancen war in diesem Jahr nicht ein einziges Mal die Rede, eher sprach man die bevorstehenden Probleme frühzeitig offen an. "Wir werden diesmal nicht an unsere zwei Siege in den beiden letzten Formel 1-Rennen in Deuschland anknüpfen können, doch wir arbeiten kontinuierlich und intensiv an der Weiterentwicklung des MP4-24", versprach Teamchef Martin Whitmarsh.

"Wir sind sehr stolz darauf, den Mercedes-Benz Stern vorn auf unserem Auto zu haben und nichts würde uns mehr freuen, als den Stern baldmöglichst wieder an die Spitze zu bringen", sagte Whitmarsh, der dem deutschen Partner vor dessen Heimspiel Rosen streute. "Dank unserer langen und engen Partnerschaft mit Mercedes-Benz haben wir hier viele Freunde und wir freuen uns über die Unterstützung - nicht nur von den vielen tausend Mercedes-Benz Mitarbeitern auf den Tribünen, sondern auch von den vielen Zuschauern, die für eine einzigartige Atmosphäre sorgen."

"Wir fuhren 2007 zum letzten Mal auf dem Nürburgring. Nach einem Unfall im Qualifying startete ich als Zehnter", erinnerte sich Lewis Hamilton. "Im Regenchaos nach dem Start wurde das Rennen abgebrochen und ich musste den Neustart vom Ende des Feldes aufnehmen, nachdem mein Auto mit mir im Cockpit aus dem Kiesbett mit laufendem Motor zurück auf die Strecke gehoben worden waren. Die Strecke gefällt mir gut; sie erlaubt recht hohe Geschwindigkeiten, ist flüssig zu fahren und bietet ein paar gute Überholmöglichkeiten. Und die Fans in der Eifel leben die Formel 1 und sorgen für eine tolle Partyatmosphäre."

Lewis Hamilton
Schlimme Bilder von 2007: Lewis Hamilton nach seinem heftigen Abflug
© xpb.cc

Doch in die große Nürburgring-Euphorie des amtierenden Weltmeisters mischt sich auch leichter Frust. "Wir haben keine weiteren neuen Teile für das Nürburgringwochenende vorgesehen. Dennoch geben alle im Team ihr Bestes, auch wenn unsere Ergebnisse das zuletzt nicht zeigten. Es ist eine Ehre, zur Silberpfeil-Familie zu gehören und wir alle wollen bis zum Ende der Saison weiter vorne stehen."

"Der Nürburgring ist eine tolle und abwechslungsreiche Rennstrecke", meinte Heikki Kovalainen. "Manche Kurven sind recht knifflig, so dass du einen guten Rhythmus brauchst, um hier schnell zu sein, in anderen, schnelleren Abschnitten kommt es vor allem auf das optimale Setup an. Das Bergaufstück mit den S-Kurven nach der Dunlopkehre sorgt für ein fantastisches Gefühl in einem Formel-1-Auto. Der deutsche Grand Prix erinnert uns besonders an die Leistungen von Mercedes-Benz. Unsere Motoren sind wohl die stärksten und zuverlässigsten im Feld und das gilt auch für KERS."

"Den letzten Grand Prix auf dem Nürburging haben wir 2007 als Sieger beendet, genauso wie den Großen Preis von Deutschland in Hockenheim im vorigen Jahr", unterstrich Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. "Dieses Jahr starten wir ohne Siegeschance, denn unsere Verbesserungsarbeiten am Fahrzeug haben bisher nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Es muss also weiter extrem hart gearbeitet werden.
Der Nürburging ist die Geburtsstätte des Silberpfeils und wir werden das 75-jährige Jubiläum mit einer Parade auf der Rennstrecke und einer Ausstellung am Fahrerlagereingang begehen, um den Nürburgring-Besuchern genauso wie den Fersehzuschauern so diese einmalige Geschichte zu präsentieren."

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