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Hamilton: "Als Fahrer kann ich da überhaupt nichts tun"

03. Juli 2009 - 14:41 Uhr

Weltmeister Lewis Hamilton hat sich mit seiner Situation arrangiert und will letztendlich gestärkt aus dieser schwierigen Saison hervorgehen

Lewis Hamilton
Lewis Hamilton und sein MP4-24 finden sich zumeist im hinteren Mittelfeld wieder
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Eigentlich wollte Lewis Hamilton in diesem Jahr seine erste Titelverteidigung bestreiten, musste dieses Vorhaben allerdings schon früh ad acta legen. Seit den Testfahrten vor Saisonbeginn hinkt McLaren-Mercedes der Konkurrenz hinterher und hat den Rückstand auch zur Jahreshälfte noch nicht aufgeholt. Der britische Weltmeister hat sich inzwischen damit abgefunden, keine Chance auf Rennsiege zu haben und versucht daher, der Situation zumindest etwas Positives zu entnehmen.

"Ich habe eingesehen, dass ich einfach nichts tun kann. Den Fehler, den wir bei der Entwicklung des Autos gemacht haben, können wir nicht rückgängig machen. Deshalb ist es richtig, sich jetzt schon auf 2010 zu konzentrieren", sagte Hamilton im Gespräch mit 'AUTO BILD MOTORSPORT'. Doch selbst wenn die sportlichen Erfolge ausbleiben, kann der 24-Jährige seiner Lage noch einige gute Seiten abgewinnen: "Ich habe gelernt, meine Gedanken in eine positive Richtung zu lenken."

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"Ich habe gelernt, Kraft zu sparen und meine Gefühle besser unter Kontrolle zu halten, nicht zu resignieren, sondern trotz der Aussichtslosigkeit der Situation immer wieder zu attackieren", schilderte Hamilton seine persönliche Entwicklung als Rennfahrer. "Deshalb hat mich dieses Jahr persönlich vielleicht sogar weiter gebracht als all die erfolgreichen davor." Am weitesten gebracht hat es 2009 bislang ausgerechnet Hamiltons Landsmann Jenson Button.

Der Brawn-Pilot ist der Überflieger der Saison und schickt sich an, seinen McLaren-Kontrahenten auf dem WM-Thron nachzufolgen. "Jenson hat im Moment das beste Auto", erklärte Hamilton und fügte an: "Das war bei mir in den vergangenen beiden Jahren nicht der Fall. Ich musste und muss am Limit fahren - und in diesem Auto machst du da Fehler. Trotzdem bin ich Weltmeister geworden. Natürlich macht Jenson einen fantastischen Job in diesem Jahr."

"Ich bin aber überzeugt, dass er so stark ist, weil auch er aus seinen Fehlern gelernt hat. Und nicht zu vergessen: Er hat eben ganz klar das stärkste Auto im Feld", meinte Hamilton, dessen MP4-24 derzeit auf verlorenem Posten steht: "In schnellen Kurven haben wir einfach keinen Grip, da sind wir 20 Kilometer pro Stunde langsamer als die Brawns. Wenn ich abrupt Gas gebe, überholt mich mein Heck. Als Fahrer kann ich da überhaupt nichts tun."

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