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Glock: "Darüber darfst du nicht nachdenken"

25. Juli 2009 - 18:54 Uhr

Der Toyota-Pilot über ein verkorkstes Qualifying und den Unfall von Felipe Massa, über den sich auch der Deutsche so seine Gedanken macht

Timo Glock
Toyota (hier Timo Glock) ist derzeit etwas neben der Spur
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Mit Position 14 war Timo Glock nach der Qualifikation in Budapest nicht zufrieden: "Wir hatten heute Morgen ein Hydraulikproblem, was uns eine halbe Stunde gekostet hat, die natürlich wichtig gewesen wäre. Aber im Endeffekt war das Auto dennoch schnell, ich war ganz zufrieden. Im Qualifying waren wir nicht mehr schnell genug."

"Das Auto war auf der Hinterachse nervös, generell einfach nicht schnell genug. Weil Buemi vor mir eine Runde anfing, habe ich anderthalb Zehntelsekunden verloren, aber das hätte für mich nicht für den dritten Qualifying-Durchgang gereicht."

Budapest ist Monte Carlo ähnlich - passt das Auto einfach nicht auf langsame Strecken? "In Monaco waren wir glaube ich das gesamte Wochenende nicht schnell", entgegnet Glock. "Heute Morgen hat sich das Auto wie gesagt gut angefühlt. Aus irgendwelchen Gründen waren wir im Qualifying einfach nicht schnell genug. Das Auto war generell nicht so schlecht, es war gut, nur ein wenig nervöser, es war einfach nicht schnell genug. Uns mangelt es wohl im Vergleich zu den anderen an Haftung."

Es ist klar, dass der japanische Rennstall einiges an Arbeit zu erledigen hat, um wieder weiter nach vorn zu kommen: "Wir haben jetzt vier Wochen Zeit, um einen Schritt nach vorn zu machen, aber die haben die anderen Teams natürlich auch."

Erschwerend kommt für Glock derzeit hinzu, dass er seit einem Rennen einen neuen Renningenieur hat: "Hier läuft es an diesem Wochenende schon ein ordentliches Stück besser als auf dem Nürburgring. Ich denke, dass es in den kommenden paar Wochen von Rennen zu Rennen besser wird. Wir müssen einmal abwarten."

Von Massas schwerem Unfall bekam der Rennfahrer kaum etwas mit: "Lediglich, als ich mit dem Auto zurück an die Box gefahren bin, habe ich auf der Leinwand einen Ferrari im Reifenstapel stecken gesehen. Als ich im Medical Centre für den Dopingtests war, habe ich auch nicht wirklich viel mitbekommen. Es herrschte nur viel Hektik und wir mussten schnell wieder rausgehen."

Die frei stehenden Cockpits bereiten auch Glock Sorgen: "Das ist mit Sicherheit der Schwachpunkt eines Formelautos, egal welches. Im Endeffekt ist der Helm und der Kopf des Fahrers im Freien der Schwachpunkt. Da wird es aber nicht viele Möglichkeiten geben, eine Verbesserung zu schaffen."

Auch Timo Glock macht sich nach einem solchen Zwischenfälle so seine Gedanken - zumindest kurz: "Wenn so etwas passiert, dann beschäftigt man sich natürlich schon damit. Aber wenn man in das Auto steigt, da darf man nicht mehr darüber nachdenken."

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