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Force India will endlich Punkte aufs Konto

06. Juli 2009 - 14:59 Uhr

Nach Platz zehn in Silverstone hofft man bei Force India, auf dem Nürburgring die ersten Punkte einfahren zu können - Weitere Modifikationen am Auto

Fernando Alonso, Adrian Sutil
Force India würde am Nürburgring zu gern zum ersten Mal in die Punkte fahren
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Beim bisher letzten Besuch der Formel 1 auf dem Nürburgring hatte das heutige Force-India-Team seine Sternstunde. Damals ging die Mannschaft noch unter dem Namen Spyker an den Start und geschicktes Reifenwechseln sorgte dafür, dass Debütant Markus Winkelhock im denkwürdigen Regen-Chaos-Rennen zumindest kurzzeitig in Führung lag. Das ist nun zwei Jahre her, jetzt kehrt die Königsklasse zurück in die Eifel.

Der Deutschland-Grand-Prix ist das Heimrennen von Adrian Sutil und vom Force-India-Motorenpartner Mercedes Benz. Nachdem Giancarlo Fischella beim Rennen in Silverstone auf Rang zehn fahren konnte, kommt das Team mit großen Erwartungen in die Eifel: Am Nürburgring sollen endlich die ersten Punkte eingefahren werden. In der dreiwöchigen Grand-Prix-Pause wurde noch einmal am neuen Aerodynamik-Paket gefeilt, das in Silverstone erstmals am Auto war. Zudem gibt es weitere kleinere Modifikationen.

Mit dem Deutschland-Grand-Prix startet die zweite Saisonhälfte in der Formel 1. Sutil bezeichnet die Saison als "bisher gut": "Wir konnten viele Rennen zu Ende fahren und die letzten zwei oder drei Mal gelang uns der Einzug in Q2. Das war für uns ein großer Erfolg." Das letzte Rennen in Silverstone sei aus seiner Sicht allerdings etwas enttäuschend gewesen, so Sutil: "Es war wegen der neuen Updates ein wichtiges Rennen für uns, aber wir hatten den Zwischenfall im Qualifying. Sonst wären wir dicht an den Punkten gewesen, oder sogar in den Punkten. Aber wir steigern uns konstant und das ist das Wichtigste."

"Es wäre sehr schön, wenn wir es in Q2 schaffen könnten."
Adrian Sutil

Von seinem heftigen Crash in Silverstone verspürt Sutil allerdings keinerlei Nachwirkungen mehr. Jetzt freut er sich auf sein Heimrennen: "Es wäre sehr schön, wenn wir es in Q2 schaffen könnten und hoffentlich reicht es, um Punkte zu holen", blickte er voraus. "Es ist defintiv an der Zeit dafür. Wir müssen abwarten, was die anderen Teams an Updates dabei haben. Ich gehe davon aus, dass ein oder zwei Teams näher an die Spitze rücken und wir haben diesmal kein großes Update dabei. Aber wir waren in Silverstone recht stark unterwegs und ich gehe davon aus, dass es in Deutschland ähnlich sein wird."

Auch Teamkollege Fisichella verzeichnet einen Aufwärtstrend. "Die Rennen in Monaco und jetzt in Silverstone zeigen das ganz deutlich", sagte der Italiener. "Im vergangenen Jahr hatten wir auf manchen Strecken Probleme, mit den anderen Teams mitzuhalten und ich hatte manchmal sehr einsame Rennen. Aber in diesem Jahr können wir mitfighten. Das ist sehr ermutigend. Wir konnten die Performance in diesem Jahr mit jedem neuen Teil steigern, das wir ans Auto gebaut haben. Wir bewegen uns also in die richtige Richtung. Das motiviert das Team und mich als Fahrer. Man will noch viel mehr, wenn man jagen kann."

"Ich will diesen Job jetzt endlich erledigen!"
Giancarlo Fisichella

Der Nürburgring sei eine "großartige Strecke", erklärte Fisichella weiter: "Es gibt viele Höhenunterschiede und man kann in einigen Kurven überholen. Das sollte gut für uns sein, falls wir wieder im Mittelfeld fahren. Dieses Mal möchte ich es in Q2 schaffen, das sollte möglich sein. Und mit einer besseren Startposition sind wir hoffentlich in der Lage, ein noch besseres Ergebnis zu holen. Wir sind so nah an den Punkten dran. Ich will diesen Job jetzt endlich erledigen!"

Es würde dem Team mächtigen Auftrieb geben, wenn die lang ersehnten ersten Punkte endlich eingefahren werden könnten, so Fisichella: "Alle arbeiten so hart dafür und es ist ein bisschen frustrierend, wenn man so nah dran ist. Wenn wir diese Last von den Schultern hätten, dann wären wir für die restliche Saison wirklich gut aufgestellt."

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