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Streckenbetreiber können aufatmen

25. Juni 2009 - 10:51 Uhr

Für die Streckenbetreiber ist das Ende des Formel-1-Streits eine positive Entwicklung - Walter Kafitz: "Froh, dass die Vernunft gesiegt hat"

Michael-Schumacher-Fans
Auf dem Nürburgring findet in gut zwei Wochen der nächste Grand Prix statt
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Das gestern in Paris besiegelte Ende des Streits um die Zukunft der Formel 1 ist für diverse Streckenbetreiber eine positive Entwicklung, denn als noch niemand wusste, ob es die Königsklasse nächstes Jahr noch geben würde, war das mit den Ticketvorverkäufen so eine Sache. Doch nun, wo alles ausgestanden ist, können die Streckenbetreiber aufatmen.

"Wir sind sehr froh, dass die Vernunft gesiegt hat", erklärte Nürburgring-Geschäftsführer Walter Kafitz. "Eine Teilung beziehungsweise Abspaltung der Teams und Fahrer von der Formel 1 hätte den Formelsport in der Attraktivität um Jahrzehnte zurückgeworfen. Ich freue mich natürlich sehr, dass wir vor diesem Hintergrund ein Formel-1-Wochenende erwarten können, in denen der Motorsport die Hauptrolle spielt und nicht die Politik."

Ron Walker, Vorsitzender der Australian Grand Prix Corporation (AGPC), die das Formel-1-Rennen in Melbourne veranstaltet, zeigte sich ebenfalls zufrieden: "Es wird in der Boxengasse nun weniger Spannungen geben", ließ er ausrichten. "Es kann nun wieder seriöse Geschäftsdiskussionen zwischen den Sponsoren, den Inserenten und natürlich den Automobilherstellern geben, die für die Formel 1 immens wichtig sind."

Walker, ein enger Verbündeter von Bernie Ecclestone, hat ohnehin nie geglaubt, dass es zur Gründung einer Alternativserie kommen würde. Auch um den Melbourner Grand-Prix-Vertrag hatte er keine Angst, denn: "In unserem Vertrag steht klipp und klar, dass wir 16 Autos auf der Startaufstellung haben müssen. Die Regierung hätte sicher keine weniger klingenden Namen als Ferrari, BMW, Mercedes und Renault akzeptiert."

Und der Australier unterstrich einen weiteren Aspekt: "Die Leute, die Grand-Prix-Tickets kaufen wollen, wissen jetzt, dass es im März ein Rennen geben wird. Das hilft unserem Marketingteam in Sachen Vorverkauf." Vielleicht findet sich unter den neuen Rahmenbedingungen nun auch noch eine Lösung für die Stadt Hockenheim, die diese Woche beschlossen hat, die defizitäre Formel 1 nicht weiter zu finanzieren.

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