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Mosley-Nachfolge: Tomczyk will nicht

24. Juni 2009 - 19:20 Uhr

ADAC-Sportpräsident Hermann Tomczyk wird schon lange als Nachfolger von Max Mosley gehandelt, doch er stellt klar: "Stehe für das Amt nicht zur Verfügung"

Hermann Tomczyk
Hermann Tomczyk hat kein Interesse am Amt des FIA-Präsidenten
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Schon seit langem wird darüber spekuliert, wer im Falle eines Rücktritts oder einer Abwahl von FIA-Präsident Max Mosley dessen Nachfolger sein wird. Ein Name wurde in diesen Spekulationen besonders häufig genannt: Hermann Tomczyk. Der ADAC-Sportpräsident ist gleichzeitig als FIA-Vizepräsident auch einer von Mosleys Stellvertretern.

Jetzt ist es offiziell: Im Oktober wird ein neuer Präsident gewählt. Mosley hat heute - um die Einigung im Formel-1-Streit zu ermöglichen - bestätigt, dass er sich nicht mehr zur Wiederwahl stellen wird. Und im Rennen um seine Nachfolge gibt es schon die erste Überraschung. Denn Kandidat Tomczyk will gar nicht. ""Ich stehe für dieses Amt nicht zur Verfügung", sagt der ADAC-Sportpräsident auf Anfrage von 'AUTO BILD MOTORSPORT'. "Damit will ich jetzt schon jeglichen Spekulationen vorbeugen."

Einer der potenziellen Kandidaten für die Mosley-Nachfolge scheidet damit also schon aus. Doch es kursieren noch genügend andere Namen. Besonders gute Aussichten werden Nick Craw, dem Stellvertretenden Präsidenten für Sport, eingeräumt. Der frühere US-Rennfahrer und langjährige Vorsitzende des Sportwagenclubs von Amerika ist seit November einer von Mosleys Stellvertretern. Zuvor war der heute 62-Jährige außerdem Präsident des Amerikanischen Automobil-Wettbewerbs-Komitees.

"Damit will ich jetzt schon jeglichen Spekulationen vorbeugen."
Hermann Tomczyk

Auch dem früheren Ferrari-Chef Jean Todt werden gute Chancen eingeräumt. Der Franzose hat sich in jüngster Zeit zurückgezogen und sich damit geschickt aus den Streitereien zwischen FIA und FOTA herausgehalten. So konnte er verhindern, dass er in dem Streit auf eine Seite gezogen wurde und konnte Neutralität wahren. Todt weiß bestens, wie die Formel 1 funktioniert und kennt vor allem auch die Denkweise der Teams.

Vielleicht kommt auch Vizepräsident Michel Boeri zum Zug? Immerhin ist der Monegasse ab sofort innerhalb der FIA für die Formel 1 verantwortlich, zumindest bis zur Präsidentenwahl im Oktober. Ein weiterer Name, der immer wieder in den Spekulationen auftaucht, ist der des ehemaligen Daimler-Vorstands Jürgen Hubbert.

Weitere Hintergründe zur Formel 1 finden Sie in den aktuellen Ausgaben der 'AUTO BILD MOTORSPORT'. (Jetzt abonnieren!)

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