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Montezemolo: "Kein Diktator in der Formel 1"

24. Juni 2009 - 21:15 Uhr

FOTA-und Ferrari-Chef Luca di Montezemolo sieht ohne Max Mosley die Formel 1 vor einer blühenden Zukunft und preist den Zusammenhalt der Teams

Luca di Montezemolo (Präsident)
Luca di Montezemolo verspricht sich eine blühende Zukunft für die Formel 1
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - In der gemeinsamen Pressekonferenz mit FIA-Präsident Max Mosley schmeichelte Luca di Montezemolo seinem Kontrahenten noch und lobte die "gute Arbeit", die Mosley geleistet habe, um eine Lösung im Streit zwischen FIA und FOTA zu finden. Doch danach, vor den Mikrofonen und Aufnahmegeräten der italienischen Reporter, holte di Montezemolo zum Rundumschlag aus.

"Wir sind befriedigt, weil alle unsere Forderungen akzeptiert wurden", sagte der FOTA- und Ferrari-Chef. "Uns waren drei Dinge besonders wichtig: Dass die Formel 1 die Formel 1 bleibt und keine Formel 3 wird. Dass es keinen Diktator gibt, sondern dass es ein Reglement gibt, auf das man sich geeinigt hat und das einem nicht aufgedrückt wurde. Und dass jeder, der ein Team hat, involviert wird und eine Stimme hat. Mosley hat angekündigt, dass er im Oktober abtreten wird, dass dies eine unumstößliche Entscheidung ist und dass er ab sofort in die Formel 1 nicht mehr involviert ist."

"Wir haben jetzt endlich bis 2013 ein stabiles Reglement", fuhr di Montezemolo fort. "Ich möchte all unseren Fans danken, denn die Öffentlichkeit hatte genug von all diesen Änderungen. Hoffen wir, dass wir Ferrari im kommenden Jahr, wenn die Regeln endlich stabil sind, auch wieder siegen sehen."

"Ob Mosley seine Meinung wieder ändern könnte? Das kann er, aber er wird es nicht tun", ist sich di Montezemolo sicher. Er ist vor allem stolz darauf, dass die Teamvereinigung FOTA nun endgültig ernst genommen werden muss. "Das Entscheidende wat die Einigkeit unter den Teams und den Herstellern. Bernie Ecclestone hat gesagt, dass er FOTA-Karten an seine Hunde verfüttert hat, Mosley hat gesagt, dass er nicht wisse, was die FOTA sei. Es scheint mir, als ob beide heute etwas anderen sagen müssten."

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