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Michael: Alle Entwicklungen haben funktioniert

23. Juni 2009 - 10:31 Uhr

Bei Williams hat man passend zum Heimspiel in Silverstone einen erheblichen Entwicklungsschritt gemacht: Platz fünf ist realistisch

Sam Michael (Technischer Direktor)
Sam Michael ist mit den Fortschritten seines Williams-Teams zufrieden
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Kazuki Nakajima und Nico Rosberg hatten in Silverstone ihren Spaß. Die beiden Williams-Piloten zeigten sich in allen Sessions im Vorderfeld und überraschten mit konstant guten Rundenzeiten. Für den Deutschen gab es mit Platz fünf im Rennen wichtige Zähler, der Japaner hatte jedoch Pech, weil ihn seine Strategie weit zurückwarf. Williams-Technikchef Sam Michael analysierte das vergangene Rennwochendene im Interview.

Frage: "Sam, haben die neuen Teile am FW31 in Silverstone wie erwartet funktioniert?"
Sam Michael: "Ja, haben sie. Wir hatten einige mechanische Veränderungen an der Aufhängung und viele Aerodynamikbauteile neu am Auto. Wir haben schon in den Freien Trainings am Freitag gemerkt, dass alle Entwicklungen wie erwartet funktionieren."

Frage: "Wo steht der FW31 nun also im Vergleich zu Konkurrenz?"
Michael: "Wir sind derzeit auf Platz fünf der Konstrukteursmeisterschaft und haben uns in den vergangenen drei Rennen Schritt für Schritt nach vorn gearbeitet. Nur darum geht es und genau das zeigt dann auch, wo der FW31 derzeit steht. Die Leistung kann von Rennen zu Rennen etwas unterschiedlich sein. In Silverstone waren wir sehr konkurrenzfähig. Aber letztlich kann man die Klasse eines Teams immer an der Konstrukteursmeisterschaft ablesen. Und dort sind wir eben gerade auf Platz fünf."

Frage: "Wie haben sich die kühlen Temperaturen auf die Performance ausgewirkt?"
Michael: "Bei uns hatten die kühlen Werte in Silverstone keine großen Auswirkungen im Rennen. Wir hätten am liebsten im gesamten Rennen den härteren Reifen benutzt, aber allzu groß war der Unterschied zwischen den beiden Mischungen dann auch wieder nicht."

Frage: "Kazuki war in Q1 Schnellster und stand letztlich auf dem fünften Startplatz. War der Grand Prix in Großbritannien sein endgültiger Durchbruch?"
Michael: "Kazuki hat sich seit Barcelona kontinuierlich gesteigert und es ist toll zu sehen, wie er dem Team bei der Entwicklung hilft. Der große Unterschied ist, dass er jetzt direkten Einfluss auf die Setup-Findung am Rennwochenende nimmt."

Frage: "Er lag vor seinem ersten Boxenstopp auf Platz vier, fiel dann aber auf Platz elf zurück. Warum hat er so viele Positionen verloren?"
Michael: "Kazuki musste einen kürzeren ersten Stint fahren als alle anderen, weil wir in Q3 einige Runden mehr fahren mussten als geplant, um auf eine gute Rundenzeit zu kommen. Leider war es daher dann grundlegend wichtig, dass er sich im ersten Abschnitt einen großen Vorsprung auf die Verfolger herausfährt, aber das hat Kazuki nicht schaffen können. Daher ist er dann im zweiten Stint hinter eine ganze Reihe von Verfolgern zurückgefallen."

Frage: "Nico kam gerade einmal 0,8 Sekunden hinter Felipe Massa ins Ziel. Seid ihr enttäuscht, dass er nicht Vierter oder sogar Dritter geworden ist?"
Michael: "Wenn er im mittleren Stint sein wahres Tempo hätte fahren können, dann hätte Nico gegen Rubens Barrichello um Platz drei kämpfen können. Aber leider konnte er seinen Speed nicht ausfahren, daher kam Massa an Nico vorbei, auch wenn er sogar langsamer als Nico war. Massa konnte vor seinem zweiten Stopp einfach länger fahren, daher kam er an ihm vorbei."

Frage: "Es sind nun drei Wochen Pause vor dem Grand Prix in Deutschland. Bleibt Zeit für einen kurzen Urlaub?"
Michael: "Nein! Das gesamte Team hat bereits mit den Vorbereitungen für den Nürburgring begonnen. So wird das auch in den kommenden Wochen immer weitergehen."

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