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Brundle: "Button wirkte nervös"

25. Juni 2009 - 09:29 Uhr

Der ehemalige Formel-1-Pilot Martin Brundle sieht im Doppelsieg von Red Bull in Silverstone den Auftakt zu einer spannenden zweiten Saisonhälfte

Jenson Button
Niederlage: Jenson Button konnte seine Siegesserie in Silverstone nicht fortsetzen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Ausgerechnet vor heimischem Publikum in Silverstone musste WM-Leader Jenson Button eine herbe Niederlage einstecken. Der Brawn-Pilot wollte in Großbritannien eigentlich seine Siegesserie fortsetzen, kam allerdings nicht über einen sechsten Rang hinaus und büßte dadurch einige WM-Punkte auf Red-Bull-Verfolger Sebastian Vettel ein. Martin Brundle traut dem jungen Deutschen und seinem Team daher durchaus zu, im weiteren Saisonverlauf noch für reichlich Spannung zu sorgen.

"Vettels Sieg beim britischen Grand Prix könnte sich sehr wohl als Wendepunkt dieser Saison herausstellen", schrieb der frühere Formel-1-Fahrer in seiner Kolumne bei der 'BBC'. "Auf jeden Fall war es ein riesiger Schritt nach vorne für Red Bull. Der von Adrian Newey designte Wagen hat in Silverstone zahlreiche Updates erhalten und war von Beginn an schnell", stellte Brundle heraus.

"Der RB5 ist zuverlässig, hat die Fahrbarkeit und den Speed. Jetzt müssen wir einmal abwarten, was das Auto auf unterschiedlichen Strecken wie dem Nürburgring, Monza und Singapur leisten kann", meinte der britische TV-Experte und ist überzeugt davon: "Die zweite Saisonhälfte wird nun sicherlich sehr interessant werden" - auch was die teaminterne Hackordnung bei Red Bull anbelangt.

"Der Doppelsieg bedeutet, dass Red Bull seine Titelchancen gewahrt hat. Doch das könnte auch eine schlechte Nachricht für Mark Webber sein", erläuterte Brundle und fügte an: "Wenn Red Bull Button noch schlagen will, dann müssen sie sich entscheiden, welcher von ihren beiden Piloten für diese Aufgabe in der besseren Ausgangslage ist. Also muss Webber Vettel in Deutschland besiegen."

Wie sehr sich eine Niederlage vor heimischer Kulisse auf das Nervenkostüm eines Rennfahrers auswirken kann, meint Brundle am vergangenen Wochenende bei WM-Leader Button gesehen zu haben. "Button wirkte bei seinem Heimrennen etwas nervös", gab Brundle nach dem briitischen Grand Prix zu Protokoll und konnte seine Überraschung angesichts dieser Situation nicht verbergen.

"Bis dato hatten wir von ihm in diesem Jahr ausschließlich makellose Vorstellungen gesehen", meinte der frühere Rennfahrer, merkte aber an: "Jenson hat sechs Rennen gewonnen. Ich halte es also bloß für einen kleinen Rückschlag, denn Brawn hat gewiss einige Leistungsupdates in der Hinterhand. Schon am Nürburgring werden wir erfahren, ob der Sieg von Red Bull tatsächlich eine Trendwende war."

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