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Brawn trotz Red-Bull-Doppelsieg unbesorgt

21. Juni 2009 - 21:58 Uhr

Brawn-Geschäftsführer Nick Fry bewertet Silverstone als "gutes Teamergebnis" und hofft auf ein starkes Comeback auf dem Nürburgring

Nick Fry
Nick Fry macht sich trotz des heutigen Abschneidens keine großen Sorgen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Jenson Button hat heute als Sechster sieben Punkte auf Sieger Sebastian Vettel verloren. Doch während viele angesichts der Red-Bull-Dominanz schon von einer Trendwende sprechen, macht sich Brawn-Geschäftsführer Nick Fry keine Sorgen: "Ich sehe das nicht so. Wir betrachten die gesamte Saison als Kombination aus Rennen, die man gewinnen kann, und aus anderen, in denen man sich konsolidieren muss."

"In der Türkei und in Silverstone wussten wir, dass Red Bull wegen der Streckencharakteristik stärker sein müsste, da ihre Aerodynamik für schnelle Kurven sehr gut ist. In der Türkei waren wir zufrieden mit dem Ergebnis, hier weniger. Aber für die Weltmeisterschaft ist es ein gutes Ergebnis", sagt Fry. "Natürlich haben wir ein paar Punkte verloren und wir würden lieber vorne sein, aber es war eigentlich ein gutes Teamergebnis."

Platz drei und vier wäre seiner Meinung nach das Maximum gewesen - so gesehen wurden beim Heim-Grand-Prix von Jenson Button nur zwei Punkte liegen gelassen, denn Rubens Barrichello erfüllte als Dritter das Plansoll. Der Brasilianer überholte damit übrigens unter ganz anderen Vorzeichen sein Vorjahresergebnis. Fry betont: "Vor einem Jahr hätten wir nach so einem Ergebnis ausgelassen auf den Tischen getanzt..."

Dass Button von jetzt an keine Rennen mehr gewinnen und nur noch als emsiger Punktesammler Weltmeister werden kann, glaubt der Partner von Ross Brawn nicht. Schon in drei Wochen könnte es seiner Meinung nach wieder ganz anders aussehen: "Ich hoffe, dass Jenson in Deutschland gewinnen wird. Der Nürburgring müsste unserem Auto besser liegen. Unsere mechanische Performance ist sehr stark und darauf kommt es in Deutschland an."

Zufrieden zeigte er sich auch mit Altstar Barrichello, der an diesem Wochenende trotz Rückenschmerzen eine starke Leistung ablieferte: "Wir sind sehr glücklich mit Rubens' Performance, schon das ganze Jahr. Ich freue mich darauf, ihn mal ganz oben auf dem Podium zu sehen. Der Kerl gibt alles - und für jemanden, der schon so lange im Grand-Prix-Sport ist, ist er unglaublich motiviert. Er kann auf sich stolz sein."

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