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Brawn hofft auf wärmere Temperaturen

20. Juni 2009 - 17:11 Uhr

Ross Brawn erklärt, warum es nicht für die Pole-Position gereicht hat, wie sein Team die Red Bulls im Rennen aber trotzdem knacken könnte

Jenson Button
Jenson Button in der atemberaubenden Copse-Kurve nach Start und Ziel
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Dass Jenson Button ausgerechnet bei seinem Heim-Grand-Prix in Silverstone das schlechteste Qualifying der bisherigen Saison abliefern würde, hätte vor diesem Wochenende kaum jemand gedacht, tatsächlich musste sich der Brite heute aber mit Platz sechs zufrieden geben. Dabei hatte er sich selbst bei seiner einzigen Niederlage in Schanghai die fünfte Startposition gesichert.

Schlechte Karten also für den Seriensieger, zumal Sebastian Vettels runderneuerter Red Bull gerade in den schnellen Kurven von Silverstone wie auf Schienen zu liegen scheint: "Red Bull ist stark, keine Frage - sie haben Fortschritte gemacht. Gleichzeitig haben wir bei diesen Bedingungen ein paar Schwierigkeiten. Aber das zeigt nur, dass es eine spannende Saison ist", analysierte Teamchef Ross Brawn nach dem Qualifying.

"Rubens hat einen sehr guten Job gemacht", lobte er Silverstone-Spezialist Barrichello, der sich mit 0,347 Sekunden Rückstand Rang zwei sicherte. "Jenson fand an diesem Wochenende einfach nie die richtige Balance und er hatte auch Schwierigkeiten mit den Temperaturen. Er hat einen geschmeidigeren Fahrstil als Rubens, dadurch fällt es ihm schwerer als Rubens, die Reifen auf Temperatur zu bekommen. Aber morgen soll es ja wärmer werden."

Dann könnte das Kräfteverhältnis völlig auf den Kopf gestellt werden, denn auch wenn "Reifenflüsterer" Button auf eine schnelle Runde keine Temperatur in seine Gummis bringt, sollte ihm dies im Rahmen der deutlich längeren Rennstints mühelos gelingen. Seine schonende Fahrweise könnte dann sogar zum Vorteil werden. Eine etwas höhere Asphalttemperatur als im Qualifying (27 Grad) würde ebenfalls helfen.

Aber selbst wenn es nicht reichen sollte, um Red Bull noch zu gefährden, steht Button nicht unter Siegzwang - 32 Punkte Vorsprung auf Vettel sind ein komfortables Polster, das man auch mal mit zweiten oder dritten Plätzen verwalten kann. Das sieht auch Brawn so: "Wenn du ein Rennen nicht gewinnen kannst, musst du die Punkte mitnehmen", empfahl er seinem Schützling eine ähnlich besonnene Herangehensweise wie beim dritten Platz in Schanghai.

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