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Piquet: "Ich bin nicht nervös"

28. Mai 2009 - 13:40 Uhr

Für Renault-Pilot Nelson Piquet ist es schon längst zu einer vollkommen normalen Sache geworden, einen Formel-1-Wagen ständig am Limit zu bewegen

Nelson Piquet Jr.
Nelson Piquet fühlt sich in seiner im Auto und in seiner Rennfahrerhaut äußerst wohl
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Seit der vergangenen Saison ist Nelson Piquet in der Formel 1 unterwegs und kennt den Rennzirkus mittlerweile aus dem Effeff. Dennoch ist die Lernphase des jungen Brasilianers noch nicht abgeschlossen, kann er sich doch bei seinem erfahrenen Teamkollegen Fernando Alonso noch so einiges abschauen. Sitzt Piquet in seinem Rennwagen, dann ist er allerdings auf sich alleine gestellt und fühlt sich in seiner Welt so richtig wohl. Nur die Qualifikation kann er noch nicht ganz relaxt angehen.

"Ich bin nicht sehr nervös", beschrieb Piquet sein Nervenkostüm vor einem Rennstart im Podcast seines Renault-Teams. "Das ist im Qualifying viel schlimmer, wenn es nur auf diese eine Runde ankommt." Dabei hat der Brasilianer bekanntlich regelmäßig das Nachsehen gegenüber Doppelweltmeister Alonso, den der Youngster aber sehr verehrt: "Fernando gehört zu den schnellsten Piloten. Ich versuche immer herauszufinden, wo ich im Vergleich zu ihm Zeit liegen lasse."

"Ich schaue immer in die Daten und sehe mir sein Setup an. Er arbeitet toll mit den Ingenieuren zusammen und findet meistens die richtige Richtung. Mit ihm als Messlatte kann ich mich am besten verbessern", erläuterte 23-Jährige, für den das Fahren eines Formel-1-Wagens innerhalb weniger Monate zur Normalität geworden ist. "Eigentlich ist ein solches Auto ein ganz normales Rennfahrzeug. Wir sind ja an schnelle Autos gewöhnt", meinte Piquet.

Doch das reicht einem Formel-1-Piloten freilich nicht: "Obwohl du in einem der schnellsten Autos der Welt sitzt, willst du immer noch mehr. Du kommst immer wieder an die Box und forderst Fortschritte, suchst immer weiter nach ein paar Kleinigkeiten zur Verbesserung", bestätigte Piquet und fügte nicht ohne Stolz an: "Ein gutes Gefühl ist es natürlich, weil du im Formel-1-Auto sicherlich zu den besten Piloten der Welt gehörst."

"Es ist schwierig, das den Fans zu erklären, weil es für uns einfach ganz normal ist, ein solches Auto zu fahren. Wir machen ja kaum etwas anderes", berichtete der Renault-Pilot. Dementsprechend haben sich beim Youngster schon nach wenigen Renneinsätzen gewisse Automatismen eingestellt: "Wenn man sich bei der Startprozedur an die normalen Abläufe hält, dann kann eigentlich nichts schief gehen", erläuterte Piquet.

"Sollte es dann doch irgendwie haken, dann sind die Ingenieure daran schuld, denn dann haben sie wohl am Getriebe oder an der Kupplung etwas falsch eingestellt. In der GP2 war das alles viel komplizierter, weil man alles selbst machen musste", meinte der Brasilianer rückblickend. "Man hatte es ganz allein in der Hand und im Fuß. In der Formel 1 spult man einfach den gewohnten Ablauf beim Start ab und konzentriert sich allein darauf."

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