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Wo wäre Red Bull mit einem Doppeldiffusor?

19. April 2009 - 08:13 Uhr

Das ist die Frage, die sich Christian Horner seit der Pole-Position in Schanghai stellt - Gerhard Berger prophezeit ersten Grand-Prix-Sieg

Sebastian Vettel
Ist Red Bull schon WM-Kandidat? Zunächst mal muss der erste Sieg her...
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Red Bull hat gestern im Qualifying eindrucksvoll bewiesen, dass der RB5 zu den besten Autos im Feld gehört, obwohl er noch mit einem konventionellen Diffusor ausgestattet ist. Auf den Brawn mit Doppeldiffusor fehlen in Schanghai benzinbereinigt drei Zehntelsekunden pro Runde - und ein neuer Diffusor würde eine halbe Sekunde bringen, hört man.

"Wäre da nicht diese Unsicherheit hinsichtlich der Diffusoren gewesen, ich frage mich, wo wir dann jetzt stehen würden", seufzte Christian Horner gestern Nachmittag mit einem selbstbewussten Lächeln im Gesicht. "Nimm diese Diffusorautos mal weg, dann sehen wir wirklich stark aus!" In der Tat: Der Vorsprung auf das beste Non-Diffuser-Car (Kimi Räikkönens Ferrari) betrug im aussagekräftigen zweiten Qualifying deutlich über eine halbe Sekunde.

Horner schreibt dies dem extremen Designkonzept aus der Feder von Adrian Newey zu: "Adrian hat schon in der Vergangenheit demonstriert, dass einschneidende Regeländerungen sein Spezialgebiet sind - da ist er immer am kreativsten. Er hat gemeinsam mit seinem fantastischen Team ein fantastisches Auto entwickelt und die Entscheidung, dieses erst spät fertig zu stellen, war ein Risiko, aber ein kalkuliertes, das gut aufgegangen ist."

"In Melbourne hätten wir ohne Safety-Car und ohne den Unfall mit Kubica ein sensationelles Resultat eingefahren und in Malaysia hätte Mark mindestens ein Podium drauf gehabt, ehe das Wetter intervenierte. Wir wissen, dass da noch was kommt", so der Brite. "Daher brauchen wir hier endlich gute Punkte, um in die Weltmeisterschaft zu starten. Wir hatten in Melbourne Pech, wir hatten in Malaysia Pech - hoffentlich ist China etwas freundlicher zu uns!"

Rückendeckung für Red Bull kommt indes aus der österreichischen Heimat: Gerhard Berger, ehemaliger Teilhaber des B-Teams Toro Rosso, prognostizierte am Samstag via 'Kronen Zeitung', dass die Truppe um Sebastian Vettel dieses Jahr noch "einen oder mehrere" Grands Prix gewinnen wird - und er fügte an: "Vielleicht schon in Schanghai!" Das ist mit dem gestrigen Qualifying zumindest nicht unwahrscheinlicher geworden...

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