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Teams lassen FIA-Frist verstreichen

23. April 2009 - 20:07 Uhr

Bis heute wollte die FIA in Sachen Budgetobergrenze Feedback von den Teams haben, doch die werden erst später antworten

Martin Whitmarsh und Mario Theissen
Mario Theissen ist grundsätzlich ein Befürworter der Budgetobergrenze
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - FIA-Präsident Max Mosley schickte gestern allen zehn bestehenden Formel-1-Teams einen Brief, in dem er sie um Feedback zur für 2010 geplanten Budgetobergrenze bat. Offenbar ist Mosley kompromissbereit, was den derzeit im Raum stehenden Betrag von umgerechnet knapp 34 Millionen Euro angeht.

Doch der Brite verlangte bis heute Feedback, um dieses in die nächste Sitzung des FIA-Weltrats am 29. April einfließen lassen zu kommen - eine Frist, an die sich die Teams nicht halten werden. Denn erstens hatten sie zwischen China und Bahrain kaum Zeit, sich über ihre Vorstellungen einer Budgetobergrenze Gedanken zu machen, und zweitens findet das nächste Treffen der Teamvereinigung FOTA erst nach Bahrain statt.

"Wir werden vor der Sitzung des FIA-Weltrats möglicherweise noch keine Antwort haben", bestätigte BMW Motorsport Direktor Mario Theissen heute Nachmittag in Bahrain. Stattdessen werde man das nächste FOTA-Meeting abwarten, versuchen, einen gemeinsamen Nenner zu finden, und diesen erst dann an die FIA kommunizieren. Auf diese Weise soll wahrscheinlich ein einheitliches Auftreten der FOTA gewährleistet werden.

Als die Idee einer Budgetobergrenze 2008 vom FIA-Beauftragten Tony Purnell erstmals intensiv untersucht wurde, waren nicht alle Teams dafür zu begeistern. Das könnte heute anders sein. Und: "Damals wurden mehr als 100 Millionen Euro diskutiert. Ich denke, dass wir unter den jetzigen Umständen auf einen kleineren Betrag kommen würden", so Theissen, der sich übrigens eine dreijährige Übergangsphase anstatt eines von Anfang an strengen Limits wünscht.

"Es ist schon ein bisschen komplexer als einfach einen Betrag zu nennen und zu sagen, dass der für nächstes Jahr gilt", sagte der Deutsche und stellte sich erneut grundsätzlich hinter den Vorschlag von limitierten Ausgaben: "Ich finde es gut, zur Idee einer Budgetobergrenze zurückzukehren, die vor einem Jahr bereits ausführlich diskutiert wurde. Damals haben wir das grundsätzlich unterstützt - und das gilt auch heute noch. Das Entscheidende ist, sich auf den richtigen Betrag zu einigen."

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