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Herbert: Zu viele Strafen

04. April 2009 - 07:39 Uhr

Die Politik im Hintergrund: Ex-Formel-1-Pilot Johnny Herbert hat Mühe, sich an den momentanen Strafenreigen der Formel 1 zu gewöhnen

Johnny Herbert
Auch Johnny Herbert versteht nicht alle verhängten Strafen der jüngsten Zeit
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Was zu Saisonbeginn auf die Formel 1 und ihre Fans hereinprasselt, besteht nur zu einem Teil aus sportlichen Leistungen. Vielmehr sind es wieder einmal die Strafen und Kontroversen, die momentan bestimmend sind. Die Affäre rund um Lewis Hamilton, Dave Ryan und McLaren-Mercedes ist dabei nur die momentane Krönung.

Für Johnny Herbert präsentiert sich gerade dieser Fall auch jetzt noch leicht konfus. "Im Normalfall reden die Teams mit Charlie Whiting, der das Rennen leitet, diskutieren etwas darüber und würden dann sagen, ob er ihn überholen lassen soll oder auch nicht."

An einen auslösenden Faktor von Hamilton glaubt Herbert ist es nicht. "Vom Fahrer sollte so etwas nicht kommen, denn es ist nicht erlaubt, jemanden zu überholen oder sich überholen zu lassen, denn man weiß, dass man dann Ärger bekommen kann", erklärte er. "Aber niemand weiß, was wirklich passiert ist, bis alles herauskommt."

Die jüngste Welle an Strafen in der Formel 1 ist auch für Herbert zu viel des Guten. "Es gab auch den Zwischenfall mit Vettel und Kubica - und das ist verrückt", fuhr er fort. "Das Ziel der Formel 1 ist es doch, das Überholen zu verbessern. Die beiden haben gekämpft, hatten ein großartiges Rennen und einen schönen Kampf. Leider gerieten sie aneinander, dass passiert im Rennsport. Aber Vettel dafür die Schuld zu geben, war absolut lächerlich. Damit sagt man letztlich, dass man nicht überholen soll."

"An diesem Wochenende kam eben alles zusammen. Dies wird auch immer so weitergehen, manchmal erscheinen die Entscheidungen jedoch albern für mich", so Herbert weiter. "Im Hintergrund spielt jedoch immer die Politik mit, die viele der Probleme, die wir jetzt haben, generiert."

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