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Montezemolo: "Formel 1 ist eine One-Man-Show"

05. März 2009 - 18:39 Uhr

Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo hält eine Gagenobergrenze für Formel-1-Piloten für unrealistisch: "Der Markt bestimmt den Preis"

Kimi Räikkönen und Luca di Montezemolo
Luca di Montezemolo zahlt seinem Weltmeister von 2007 fast 20 Millionen Euro
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - In Zeiten der radikalen Kostensenkungen in der Formel 1 kommt auch das Thema Fahrergagen immer wieder auf den Tisch. Das Verhältnis von Pilotengehalt zu den Preisen für technische Grundausstattung wird immer krasser. Ein Beispiel: Für das geschätzte Jahresgehalt von Kimi Räikkönen in Höhe knapp 20 Millionen Euro könnten sich aktuell mindestens zwei Teams mit Kundenmotoren für ein Jahr eindecken. 2010 bekäme man für das gleiche Geld sogar vier Triebwerk-Deals.

"Man muss bedenken, dass die Formel 1 bezüglich der Piloten eine One-Man-Show ist", stellte Ferrari-Präsident Luca di Montezmolo klar. Der Italiener will die Gehälter der Fahrer nicht mit den hohen Gagen aus dem internationalen Fußball verglichen wissen. "Es geht bei uns nicht um elf oder 23 Leute. Es gibt in Italien Fußballclubs, die gleich mehrere Mannschaften zusammen haben. Als ich jung war, bestand solch ein Team aus elf Leuten, heute sind es 23 oder 24. In der Formel 1 ist es nur einer."

"Außerdem muss man bedenken, dass die Formel 1 ein ganz besonderer Sport ist", fügte Di Montezemolo hinzu. "Der Markt bestimmt den Preis. Natürlich wird es in Zukunft eine Art Wettbewerb zwischen den Fahrern geben, weil die Teams vielleicht nicht mehr diese hohen Summen zahlen wollen, aber letztlich entscheidet der Markt." Man könne davon ausgehen, dass die Dienste der Topleute teuer bleiben: "Wenn du im Wettbewerb einen brauchst, der den Unterschied ausmachen kann..."

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