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Montoya: "Die Formel 1 ist ein ganz anderes Tier"

28. Februar 2009 - 13:03 Uhr

Während viele NASCAR-Stars offen mit der Formel 1 und dem USF1-Team flirten, ist Juan Pablo Montoya eher skeptisch über ihre Erfolgschancen

Juan-Pablo Montoya
Vor nicht allzu langer Zeit war Juan Pablo Montoya noch selbst mitten im Geschehen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Es kommt nicht alle Tage vor, dass ein amerikanisches Formel-1-Team aus der Taufe gehoben wird, und so ist es kein Wunder, dass die Frage, wer die neuen Stars-and-Stripes-Boliden fahren soll, in allen Rennkreisen der USA heiß diskutiert wird. Nun hat sich ein besonders prominenter Protagonist in die Debatte eingeschaltet.

Jimmie Johnson ist der amtierende Sprint-Cup-Champion und hat in dieser höchsten Rennklasse der NASCAR gleich drei Titel in Folge sammeln können. Der Kalifornier verfolgt das Geschehen rund um USF1 nicht gerade uninteressiert. "Ich denke, dass es atemberaubend wäre, in die Formel 1 zu wechseln. Die Frage, ob man das machen sollte, hängt primär von der Konkurrenzfähigkeit ab."

Es wäre für einen Topstar wie Johnson natürlich nicht einfach, das gemachte Nest zu verlassen und die Segel in Richtung eines völlig neuen, unbekannten Abenteuers zu verlassen. "Es wäre schwierig, von einem Top-Team wegzugehen, mit dem man gewinnen kann, und völlig neu anzufangen. Wenn man die Chance hätte, in ein rotes oder ein silbernes Auto zu wechseln, wäre die Entscheidung leicht."

NASCAR-Stars bewundern die Formel 1

Jimmie Johnson
NASCAR-Champion Jimmie Johnson wäre gerne in der Formel 1 unterwegs
© NASCAR

"Aber einen Rennstall von Null an in der Formel 1 zu etablieren, ist eine extrem schwierige Aufgabe auch für die Fahrer, wer auch immer das sein wird. Ich glaube, jeder, der jemals ein Rennwagen gesteuert hat, schielt gebannt in Richtung Formel 1 und würde alles für eine Möglichkeit geben, diese Wagen fahren zu dürfen." Solche Aussagen lassen erahnen, dass die Formel 1 zumindest in der Rennfahrerszene auch in den USA einen sehr hohen Stellenwert genießt, auch wenn der amerikanische Normalfan Stockcars und Ovale dem Grand-Prix-Sport vorzieht.

Ein Name, der schon öfters gefallen war, ist Johnsons Rivale Kyle Busch. Der 23-Jährige junge Mann aus Las Vegas wäre einem Formel-1-Cockpit nicht unbedingt abgeneigt. Allerdings kann sich kaum jemand vorstellen, wie sich der gelernte Stockcar-Racer Busch in der Formel 1 schlagen würde. Selbst Juan Pablo Montoya, der mit Formel 1 und NASCAR bestens vertraut ist, kann sich darauf keinen Reim machen.

"Keine Ahnung. Was wollt ihr hören? Ich weiß es nicht", entgegnete der Kolumbianer auf die Frage nach einem Kommentar zu Buschs Überlegungen. "Er ist mit den Stockcars aufgewachsen und der Formelsport ist etwas ganz anderes. Er würde eine sehr schwierige Lernphase absolvieren müssen. Auf den Ovalen stellt er sich sehr gut an, auch auf Straßenkursen kommt er bestens zurecht. Vergangenes Jahr hat er alle beide Rundkursrennen gewonnen. Aber das ist ein völlig anderes Auto, als ein Formel 1. Ein ganz anderes Tier."

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