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Bahrain: Sonnenschein und Ferrari-Bestzeit

13. Februar 2009 - 16:31 Uhr

Kimi Räikkönen markierte zum Ende der ersten Testwoche in Bahrain die Bestzeit - Konstante Bedingungen: Viel Sonne, viel Wind, geringe Zeitabstände

Kimi Räikkönen, Manama, Bahrain Sakhir Circuit
Der schnellste Staubsauger der Welt: Kimi Räikkönen in Bahrain
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Nachdem der Grand-Prix-Kurs in den vergangenen zwei Tagen kräftig mit Sand abgestrahlt wurde und die Organisatoren am Vormittag feucht nachwischten, gab es endlich wieder gute Bedingungen in Bahrain. Die drei anwesenden Teams nutzen den sonnigen Freitag, um viel Arbeit aufzuholen, die durch den Sandsturm im Manama liegengeblieben war. Alle Piloten absolvierten mehr als zwei Renndistanzen an einem Tag. Beim gemeinschaftlichen Dauerlauf setzte Kimi Räikkönen in 1:33.325 Minuten die Tagesbestzeit.

Insgesamt fuhr der Weltmeister von 2007 satte 105 Runden. Am Nachmittag wurde er von einem Hydraulikproblem gestoppt. Doch die italienische Mannschaft konnte das Problem schnell beheben. Bereits eine halbe Stunde später war Räikkönen wieder auf der Strecke. "Ich habe sofort ein gutes Gefühl für das Auto gehabt", sagte der Finne. Und weiter: "Es entwickelt sich alles gut. Wir hatten auch heute wieder KERS im Einsatz. Abgesehen von ein paar Kinderkrankheiten läuft es blendend."

Der Finne war mit dem neuen F60 um rund zwei Zehntelsekunden schneller als Timo Glock am Dienstag. Dessen Teamkollege Jarno Trulli (2./1:33.429 Minuten/127 Runden) konnte am Freitag endlich dem neuen Toyota TF109 ausgiebig auf den Zahn fühlen. "Das war ein guter Arbeitstag", freute sich der Italiener, der gestern keine gezeiteten Runden drehen konnte. "Am Vormittag war zwar noch viel Sand auf der Strecke und den ganzen Tag über war es windig, aber es wurde von Stunde zu Stunde besser."

Ähnlich wie Räikkönen im Ferrari wollte man sich bei Toyota zunächst ein Grundverständnis für das neue Auto erarbeiten. Daher probte Trulli viel mit den neuen Slicks und nahm Versuche mit dem Setup vor. "Ich konnte viele Runden drehen und die Balance des Autos war sehr gut. Wir spielen noch viel mit dem Setup, um herauszufinden, wie wir das Beste herausholen können. Aber es sieht gut aus. So darf es ruhig weitergehen."

"Endlich mal ein Tag, wie man ihn sich vorstellt, wenn man zum Wintertest nach Bahrain fliegt", atmete Toyota-Chefingieur Dieter Gass auf. "Der Wind machte Vergleiche etwas kompliziert, aber die vielen Runden haben uns geholfen. Es passiert nicht allzu oft, dass man zwei Renndistanzen innerhalb eines Tages abspult. Die Zuverlässigkeit scheint vorhanden zu sein."

Auch im BMW Sauber F1 Team muss man sich über die Standfestigkeit des neuen Boliden nur wenig Sorgen machen. Testpilot Christian Klien (3./1:33.666 Minuten) absolvierte 125 Runden und fuhr ein ähnliches Programm wie die Konkurrenz von Ferrari und Toyota. "Die Strecke war wegen der Reinigungsarbeiten zu Beginn noch feucht. Es dauerte etwas, bis der Grip gut war. Ich konnte mich danach gut an den neuen BMW Sauber F1.09 gewöhnen. Ich habe ihn zum ersten Mal fahren dürfen."

Alle drei Mannschaften werden auch in der kommenden Woche vier Tage lang in Bahrain testen. Klien wird am Montag die Testarbeit im BMW Sauber F1 Team fortführen, bei Toyota wird Jarno Trulli am Steuer bleiben und Kimi Räikkönen wird ab Montag weiter am Ferrari F60 feilen. Die Scuderia wird auch am Wochenende fahren. Allerdings nur bei Dreharbeiten für Werbespots.

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