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Sparplan: Ferrari will mit ruhiger Hand reagieren

12. Januar 2009 - 18:22 Uhr

Kurz nach der Verabschiedung der Sparmaßnahmen in der Formel 1 machten Gerüchte über Personalabbau die Runde - Ferrari will zunächst abwarten

Ferrari-Logo
Bei Ferrari will man zunächst analysieren und abwarten: Bisher kein Stellenabbau
© Ferrari

(Motorsport-Total.com) - Kostensenkung auf Kosten der Arbeitnehmer? Eine solche Konsequenz ist bei vergleichbaren Maßnahmen in der freien Wirtschaft nicht selten. Ob es aber auch in der Formel 1 zum Personalabbau kommen wird, steht noch nicht fest. Sicher ist, dass die Teams angesichts des Testverbots während der Saison keine speziellen Testmannschaften mehr benötigen. In einigen Mannschaften werden die entsprechenden Mitarbeiter aber in anderen Abteilungen unterkommen.

"Die Regeln sind ja erst vor kurzer Zeit verabschiedet worden", beruhigte Ferrari Technikdirektor Aldo Costa bei der Vorstellung des neuen F60. "Bevor wird übereilt reagieren und womöglich die Zahl der Mitarbeiter reduzieren, schauen wir uns lieber unsere Arbeitsmethoden genau an und ziehen dann behutsam Konsequenzen. Wir müssen uns eine Teamstrategie zurechtlegen. Wir analysieren die neuen Regeln und passen uns dann an."

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Angesichts der Tatsache, dass der Mutterkonzern FIAT erst kürzlich als Resultat der weltweiten Wirtschaftskrise zigtausende Mitarbeiter nach Hause schickte, klingen die Aussagen von Costa entspannt. In einem zweiten Schritt zu einer sparsameren Formel 1 will man die Windkanalzeiten und die Nutzung der Hochleistungsrechner (CFD) einschränken. Wie sich diese Maßnahmen auf den Personalbedarf auswirken werden, ist bisher kaum abzusehen.

Bei Ferrari will man einen bereits 2008 phasenweise eingeschlagenen Weg in diesem Jahr fortsetzen. Die berühmt-berüchtigte Boxenstopp-Signalanlage soll wieder zum Einsatz kommen. "Wir haben diskutiert, wie wir die Zahl der Mitarbeiter an den Rennwochenden reduzieren können", schilderte Teamchef Stefano Domenicali, "aber es ist klar, dass wir als Ziel haben müssen, dass dies nicht technisch in irgendeiner Form Auswirkungen haben darf."

"Wir haben versucht, die Prozeduren etwas anzupassen", sagte der Italiener mit Blick auf die Pannen bei den Ferrari-Stopps. "Es ist klar, dass wir immer mit menschlichen Fehlern klarkommen müssen. Es gehört zur Charakteristik eines Teams und ebenso zu den Fahrern. Man kann menschliches Versagen niemals ganz ausschließen. So etwas gehört sogar dazu, wenn man Nummer eins ist."

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