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Richards: "Maßnahmen gehen nicht weit genug"

10. Januar 2009 - 12:25 Uhr

Prodrive-Chef David Richards ist mit den aktuellen Bemühungen der Teamvereinigung FOTA einverstanden, vermisst aber den nötigen Weitblick

Prodrive-Geschäftsführer David Richards
David Richards würde die Fans mehr ins Zentrum der Aufmerksamkeit rücken
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - David Richards könnte sich ein Formel-1-Engagement mit seinem Prodrive-Team durchaus vorstellen, einzig die gegenwärtigen Rahmenbedingungen lassen den ehemaligen Teamchef von BAR-Honda vor diesem Schritt zurückschrecken. Zwar bewegt sich die Formel 1 dank der Arbeit der Teamvereinigung FOTA in die für Richards richtige Richtung, doch der Brite hält die bislang auf den Weg gebrachten Veränderungen für nicht tiefgehend genug. Die Formel 1 müsse sich auf ihre Fans besinnen.

Die FOTA, so Richards, sei eine durchaus sinnvolle Einrichtung, lasse allerdings den nötigen Biss vermissen. "Sie sind auf dem richtigen Weg und das ist ja alles gut gemeint - aber ich glaube nicht, dass die Maßnahmen weit genug gehen", wird der Prodrive-Chef von 'Reuters' zitiert. "Ich möchte nicht auf Einzelheiten eingehen, allerdings sollte man darauf achten, wie die Öffentlichkeit darauf reagiert und wie die Ansichten der Leute aktuell aussehen."

"Heutzutage kauft man sich einfach keine teuren Autos. Um ehrlich zu sein, es wird fast gar nichts gekauft - besonders nicht extravagante, überschwängliche, luxuriöse oder auffällige Dinge. In den vergangenen Jahren war die Formel 1 stets der Inbegriff dieser Formulierungen", stellte Richards heraus und meinte, darin das gegenwärtige Grundproblem der Formel 1 ausgemacht zu haben.

"Wenn sich die Leute nicht dementsprechend verhalten, dann werden sie sich wohl nur schwerlich mit einem solchen Sport identifizieren, der nicht dieselben Standpunkte vertritt wie jeder andere von uns", folgerte der Brite. "Ein wichtiger Aspekt bei der ganzen Geschichte wird sein, die Fans bei der Stange zu halten, auch wenn jeder derzeit unter großem Druck steht."

Abschließend räumte Richards ein, dass er gewisse Zweifel am Erfolg des Maßnahmenkataloges der FOTA habe. "Es ist für die Beteiligten wahrscheinlich ziemlich schwierig, genug Objektivität zu wahren", so der ehemalige Teamchef. "Die Dinge müssen jetzt schnell passieren und vielleicht viel tiefer ansetzen, als man ursprünglich angenommen hat."

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