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Red Bull setzt voll auf Renault
Bei Red Bull hat man die Entwicklung eines eigenen KERS gestoppt: Motor und Hybridtechnik kommen als Paket von Renault
(Motorsport-Total.com) - Bei Red Bull hat man sich an der Hybridtechnik ganz schnell die Finger verbrannt. Kaum war man mit ersten KERS-Entwicklungen auf dem heimischen Prüfstand, schon war in Milton Keynes Feuer in der Hütte. Wegen eines Zwischenfalls mit einem Energiespeicher musste zwischenzeitlich die gesamte Belegschaft aus der entsprechenden Abteilung evakuiert werden, auch Pilot Mark Webber rannte vorsichtshalber ins Freie.
Von diesem Zwischenfall gewarnt, überdachte man die KERS-Entwicklung offenbar noch einmal und entschied sich für einen Abbruch der Bemühungen. "Anfangs haben wir ein eigenes System in der Entwicklung gehabt, aber später haben wir entschieden, dass es unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten und aus Gründen der Effizienz besser sein würde, auch dort mit Renault zusammenzuarbeiten", gab David Coulthard einen Einblick in die Red-Bull-Argumentation.
"Aus meiner Sicht bieten die ganzen Regeländerungen für ein Team wie Red Bull viele Chancen", sagte der Schotte, der ab sofort als Berater der Mannschaft agiert, "vor allem, weil die FIA Renault eine Angleichung der Motorleistung erlaubt hat. Man darf also dort Veränderungen vornehmen. Es gab im vergangenen Jahr einen Leistungsunterschied zwischen Renault und Ferrari, daher konnte Toro Rosso bessere Resultate einfahren."
"Manche Leute haben behauptet, dass wir nur eine Entschuldigung suchten", beschrieb Coulthard das angebliche Dilemma des Vorjahres. "Dass die FIA es einem einzigen Hersteller erlaubt, den Motor nachzubessern zeigt doch deutlich, dass die Leistung nicht auf dem gleichen Stand war. Ich glaube, dass alles kann uns als Team nur helfen."










